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Vorletzter Eintrag

Sorry, hab grad wenig Zeit, aber der letzte Eintrag ist bereits in Arbeit. Spätestens am Samstag stell ich ihn online!

12.3.15 15:52, kommentieren

Sonntag, 08.03.2015

So viel zum Thema saubere Dusche.

Komme nach Hause, hängt ein Zettel unten im Haus. Das Gesundheitsamt hat ein Duschverbot ausgesprochen wegen Legionellenbefall. Es sind sogar schon Nachbarn krank. Supi.

Irgendwelche Krabbel-Fliege-Viecher haben sich hier auch ziemlich vermehrt, obwohl ich keine offenen Lebensmittel mehr hatte. Nichtmal in den Blumen fand ich ein Nest. 

Wenigstens war Samstag Abend noch die Waschmaschine frei, sodass ich eine erste Portion gleich waschen konnte. 

Oh tolles Deutschland. Bekomm ich Asyl in Sibirien? Oder auf dem Mond? Gibts dort sauberes Wasser ohne 1,5cm Flauscheschimmel an der Wand?

 

 

Ich wollte ja noch vom Mitbewohner in Rom erzählen und einige Fotos warten ebenfalls darauf hochgeladen zu werden. Eigentlich hätte ich ja gerade Zeit, aber einfach keinen Kopf dazu. Das muss also noch ein paar Tage warten.

8.3.15 20:54, kommentieren

Samstag, 07.03.2015

Sooo. Ich sitze gerade vor dem Gate und warte auf das Boarding.

Ich muss euch nachher oder morgen unbedingt noch von meinem Mitbewohner erzählen, der hatte mich heute früh noch sehr positiv überrascht. 

 

Hier sind sooo viele Deutsche. Aber das Mägges am Aereoporto (man muss ja was frühstücken) ist auch nicht besser als die in Rom. Italien halt. 

Am Montag steht der erste Mägges-Besuch in Deutschland an ;-)

 

Ich hatte ja erst etwas Bedenken, ob die mich mit dem Implantat wirklich so einfach durch die Sicherheit lassen wie in München, weil Cochlea Implantate bzw. generell Gehörimplantate in Italien noch nicht so verbreitet sind wie in Deutschland bzw. sogar in München (ist ja eine Gehörlosenhochburg). Aber das ging alles wunderbar. Den Implant-Ausweis konnten sie ja nicht lesen weil er auf Englisch ist :D aber ich durfte trotzdem einfach an den Nacktscannern vorbei zur Fummelkontrolle. 

 

Meeensch, nachher endlich mal wieder ne saubere Dusche (ok, Mitte des Aufenthalts hab ich mir mal Mikes sehr saubere Hoteldusche ausgeliehen ;-) ) und besseres Wasser. Endlich nach dem Duschen nicht mit tonnenweise Bepanthen einschmieren müssen ;-)

 

Hachja. Nunja. Ich werde so langsam mal Felix aus der Raucherlounge abholen und in Erfahrung bringen, von welchem Gate wir genau fliegen. Das stand bisher noch nicht fest und von dem, von dem Mike flog, ging es gerade erst noch nach Madrid.

 

Bis später oder morgen aus Deutschland äh Bayern :-) 

7.3.15 13:58, kommentieren

Freitag, 06.03.2015

So. Weiter gehts mit der Geschichte.
Ich wusste ja also von dem Stromausfall. Um 14:30 Uhr hatte ich den Termin bei meiner Chefin und im Anschluss huschte ich schnell (unerlaubt) nach Hause, um zu gucken, ob ich wieder Strom habe. Nein. Das ganze Haus hat Strom (zum Glück, sonst kommt man nichtmal zur Haustür raus....), nur unsere Wohnung, die Foresteria, nicht.

Also bin ich zurück, wiedermal zwei Gebäude weiter, 6 Altbaustockwerke rauf etc, ihr kennt das ja schon, zur Direzione. Ich fragte einfach mal die, die bisher meistens keine Ahnung von irgendwas hatte, aber die ich wenigstens schon kannte, wer für die Foresteria zuständig sei. Zu meiner Überraschung mischte sich ihre Bürokollegin ein, dass sie das wäre. Aha, sie ist also die berühmte Frau R., die meinen Aufenthalt hier im Institut verwaltete. Lernen wir uns also auch mal kennen.

Jaaa, naja. So wirklich zuständig fühlte sie sich trotzdem nicht und schickte mich wieder weg. Äh... Wie? Ich habe keinen Strom, nichtmal warmes Wasser und die Verwaltung schickt mich wieder weg? Wtf? Soll ich im Dunkeln sitzen und mit Eiswasser duschen?

Naja, durchsetzungsstark wie ich sein kann ging ich zum Portier und begann bei ihm meine Reise auf der Suche nach einem Fachmenschen. Ein Institut mit fünf Gebäuden muss ja schließlich jemanden haben, der sich damit auskennt.

Ich fragte mich also durch bestimmt 8 oder 10 Leute - natürlich auf Italienisch -, bis ich einen Hausmeister fand, der mich wiederum zum Elektriker schickte und TADA, der auch in die Foresteria stiefelte, um sich das anzusehen.

Während er sich auf den Weg in die Foresteria machte, räumte ich meinen Schreibtisch leer. Zurück in der Wohnung stellte ich fest, dass er tatsächlich hier war, aber schon wieder weg ist. Funktioniert hat immernoch nichts.

Also Sachen hingestellt, wieder rüber, zwei Gebäude weiter, 6 Altbaustockwerke rauf ... zu Frau R., die mir berichtete, dass das ein Schaden am Quatrroirgendwas ist, also dem Verteilerdingens, und dafür die Stadtwerke zuständig seien, weil unser Elektriker das nicht machen darf. Sie habe sich schon darum gekümmert und bei den Stadtwerken einen Notfall angemeldet. Ich soll doch jetzt bitte nach Hause, dort auf den Elektriker warten, der zwischen jetzt und morgen Mittag kommt, und der Portier bringe mir nachher noch Taschenlampen.
Ahja, okay.

An die italienische Arbeitsmoral denkend sah ich mich schon mit Eiswasser duschen.

 

Ich bin also nach Hause, hab schonmal Koffer gepackt etc., als ein paar Minuten später Frau R. mit dem Portier in der Tür stand. Sie stellten mir zwei XXXXXXXL-Taschenlampen hin (wie soll ich Zwerg die bitte halten?) und zeigten mir eine akkubetriebene zusätzliche Lampe. Die Genies haben aber nicht bedacht, dass sie den leeren Akku kaum bei mir laden können und waren erschrocken, als aus meiner Steckdose kein Strom kam....

Ach.
Menschen mit Hochschulabschluss, sag ich nur.
Genies.

Also sind die beiden Leuchten mit der Akkulampe im Gepäck wieder abgedampft.

Obwohl ich Zuhause bleiben sollte, musste ich ein paar Stunden später einfach mal raus. Es wurde ja sowieso schon so dunkel, dass ich nichts mehr machen konnte. Die Spanische Treppe ist ja nebenan und genau die wollte ich einfach mal runter und wieder rauf laufen. Ich machte mich also auf den Weg und war noch nichtmal am Kopf der Treppe, als ich ein Handwerkerauto vor dem Institut einparken sah (ich wollte schon immer mal sehen, wie jemand links rückwärts auf einem steilen Berg einparkt).

Also ging ich wieder zurück zur Foresteria, wartete dort auf sie und naja, da fing der Spaß erst richtig an. Weder der Portier noch sie sprachen ein Wort Englisch oder gar Deutsch und wie schlecht es um mein Italienisch steht, ist ja allgemein bekannt.

Erst wollten sie wohl wieder gehen, aber als mir dünkte, dass ihnen nur eine Leiter fehlte und ich wusste, dass im Wandschrank genau so eine steht, dauerte es nur noch 15 oder 20 Minuten und die Fernbedienung, die zum Aufladen noch in der Steckdose steckte, leuchtete auf :-)

Oooh man. Hauptsache nochmal richtig viel Action.

6.3.15 19:11, kommentieren

Freitag, 06.03.2015

Die Kollegin, die diese Woche vier mal zu spät kam, regte sich gerade darüber auf, dass ein Bus heute ausgefallen ist und sie deshalb 15 Minuten in der Kälte stehen musste. KÄLTE. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, es ist WARM. Man. Mädchen ;-)

Die andere regte sich neulich darüber auf, dass die Mieten hier so hoch sind (2000€ waren ihr zu viel, aber als kein Mieter gefunden wurde und der Preis auf 1500€ gesenkt wurde, sah sie sich die leere Wohnung doch mal an), aber erzählt gerade, dass ihre Putzfrau gestern da war. Sie ist Dipl.-Bib...

 

In der Mittagspause habe ich festgestellt, dass es in der Foresteria keinen Strom mehr gibt. Merkwürdigerweise aber nur in unserer Wohnung; im restlichen Haus funktioniert alles. Hoffentlich ist das bis Feierabend behoben. 

So. Ich gehe nun zum Gespräch zu meiner Chefin.

Ich weiß nicht, ob ich danach noch groß Zeit und Gelegenheit habe, hier zu schreiben. Ggf. also dann bis zum letzten Blogeintrag morgen Abend / übermorgen früh ;-)

6.3.15 13:39, kommentieren

Donnerstag, 05.03.2015 Teil 4

Sohoo. Ich habe mich heute größtenteils meiner Rechercheaufgabe gewidmet. Du erinnerst dich? Das mit den kunsttheoretischen Datenbanken, das die Bibliotheksleitung extra für mich aufgehoben hat, weil ich das als Buchschupse bestimmt besser kann als Praktikanten, die aus der Kunstgeschichte kommen.

Nunja. 

TADAAA :D Aufgabe ganz wunderfein erfüllt, obwohl die Chefin vorher selbst nichtmal wusste, ob die überhaupt erfüllbar ist.

Hachja. Morgen ist ja mein letzter Tag. Besprechung dieser Aufgabe(n), Abschlussgespräch, Tessera abgeben und dann Koffer packen.

Vielleicht sollte ich sie doch um ein Zeugnis bitten...

5.3.15 16:59, kommentieren

Donnerstag, 05.03.2015 Gesundheit, Ernährung und Fitness

An die mitlesenden Psychos :-) es könnte sein, dass dieser Eintrag ES triggert *vorwarn*

 

Ich möchte ein paar Worte über die Ernährung, Fitness und damit auch Gesundheit hier in Italien verlieren.

 

Aufgrund ekelhafter Zustände (ich erinnere an die Fettbildchen in den Tellern) koche ich hier nicht. Ich war in der ersten Woche ein paar mal beim Mägges, einmal mit Mike im Schicki-Micki-Restaurant und den Rest der Zeit ernähre ich mich hauptsächlich von Panini bzw.  mit gekochtem Schinken oder Nutella belegten/bestrichenem Pane (eine Art Weißbrot in allen möglichen Formen).

Mike brachte mir aus Deutschland die grünen Pringles (Sour Cream & Onion) mit, weil Mitbringsel von Zuhause, ich mag die und es gibt sie hier nur enorm überteuert an den Süßigkeiten-to-go-Ständen für Touris.

Voll größter Vorfreude naschte ich also die ersten und goss literweise Trinken hinterher. So viele Gewürze war ich gar nicht mehr gewohnt. Zuhause gibt es nicht oft Maggi, aber der Unterschied zwischen "meistens selbst kochen aber zwischendrin auch Fertigfraß" und "ne Woche fast nur langweiliges Panini mit ungewürztem Schinken oder Nutella" ist echt gewaltig. Quasi ein Schock.

Auch ist mir aufgefallen, dass ich hier viel weniger und viel seltener esse. Man gewöhnt sich daran, weniger zu essen, wenn man das ein paar Tage gemacht hat. Man hat viel seltener Hunger und ist dann viel schneller satt.

Zuhause esse ich beim Mägges z.B. ein mittleres (also kleines) Menü und bin idR dann schon ziemlich satt. Hier kippe ich die Hälfte der Pommes generell aufs Nachbartablett..

Als ich neulich mit Mike am Meer war, habe ich um 10:30 Uhr ein bisschen was gefrühstückt (in Deutschland wäre ich davon nicht satt gewesen, hier schon),  gegen 13:30 Uhr oder so gab es ein Eis (aber ein normales, nicht so italienische XXXXL-Portionen) und irgendwann um 20:00 Uhr gingen wir dann Abendessen, aber ich ging auch nur wegen Mike. Alleine hätte ich rein vom Hungergefühl noch nichts gegessen.

Ja, es ist ja bekannt, dass ich unter psychischer Belastung aufhöre zu essen und dass ich grad in Optimalform bin, kann ich auch nicht behaupten. Aber ich wage zu behaupten, dass man sich an das Essen als Tätigkeit gewöhnt. Essen ist immer irgendwie Teil des Alltags. Man isst automatisch, auch wenn man mal keinen Hunger hat. 

Heute früh musste ich mich zum Frühstück quasi zwingen - wie jeden Tag. Ich stehe auf, mach mich fertig, geh in die Küche und belege mir ein Pane.  Ein paar Bissen esse ich auch wegen des "Du musst doch was essens", aber den Rest nehme ich mit in die Arbeit.

Neulich Mittag bin ich kurz nach Hause, habe mir etwas aus dem Kühlschrank genommen und mich mit dem Becher auf dem Bauch ins Bett gelegt. Eine halbe Stunde später hab ich den Becher wieder in den Kühlschrank gestellt und bin zurück zur Arbeit - ohne Hunger. 

Heute Mittag habe ich mir ein Pane belegt. Ich habe wieder ein paar Bissen abgeknabbert, der Rest liegt neben dem Frühstücksrest neben der Tastatur. 

Reine Gewohnheit. Ich hab mir hier angewöhnt, wenig Hunger zu haben und wenn, dann schnell satt zu sein, aber das ist ja auch in Ordnung. Ich esse ja nicht nichts und dem Kreislauf gehts auch prima. 

Meine Kollegin geht mittags IMMER warm essen und kocht sich abends IMMER Zuhause nochmal selbst etwas. Ich frage mich, wie sie das schafft. So viel kann doch keiner verdauen...

 

Fitness. 

Rom ist klein, aber viele Menschen wollen rein (warum eigentlich?). Folglich haben die Häuser eine kleine Grundfläche und dafür zig Stockwerke. Natürlich Altbau, sodass zwischen jeder Etage 30-40 Stufen liegen und die Aufzüge entweder nicht vorhanden sind oder so abseits liegen und so klein sind, dass man doch lieber läuft.

In der Stadt läuft man fast nie eben, ständig geht es bergab, bergauf oder man darf Treppen steigen. 

Ich wohne Zuhause in München im vierten Stock und laufe sehr oft. Auch von und zur U-Bahn wähle ich oft die Treppe statt Rolltreppe. Trotzdem hatte ich die ersten Tage hier soooo einen Muskelkater im Arsch und bin meiner Chefin kaum hinterher gekommen, wenn wir zusammen wo hin mussten.

Inzwischen ist das total normal. 4 Altbaustockwerke runter, zwei Häuser weiter, 6 Stockwerke hoch, 6 Stockwerke runter, zwei Häuser zurück, 4 Stockwerke rauf innerhalb von 10 Minuten - mehrmals am Tag, dazu zusätzlich bei Arbeitsbeginn und -ende sowie zu Beginn und Ende der Pausen, für Termine, die Foresteria liegt auch im ersten Stock - alles kein Problem.

Nach der Arbeit und am Wochenende war ich bisher immer unterwegs. In der ersten Woche bin ich jeden Tag nie unter 2 Stunden durch die Pampa spazieren gegangen.

Jetzt weiß ich, wie die Italiener ihre Tonnen von Pizza und Pasta wieder abtrainieren ;-)

 

Hatschi - Gesundheit.

Die Luft hier ist unheimlich dreckig. Ab Mittag sieht man den Smog in der Luft schon förmlich. Die Wände in der Foresteria sind so feucht, dass ich selbst nach einer halben Stunde Lüften das Gefühl habe, hier herrschen Optimalbedingungen für Treibhauspflanzen. Natürlich nicht zu vergessen der ganze Schimmel.

Lecker.

Außerdem ist das Wasser total krass. Ich weiß echt nicht, was Leute, die hier leben, anders machen. Egal mit welcher Pflege, nach einer Woche hier Duschen kann ich in Bepanthen baden. Meine Haut reißt auf, ich blute von Kleinigkeiten, teilweise sogar schon einfach nur vom Abtrocknen. Ich hatte eine Wunde am Bein, die sich prompt entzündet hat, obwohl sie im Flugzeug nach Rom schon fast verheilt war. 

Ich frage mich, wie die Leute hier so alt werden können...

Für meine Ernährung und Fitness war es hier sicherlich ganz gut, aber die zusätzlichen Belastungen sind schon enorm..

5.3.15 13:49, kommentieren

Donnerstag, 05.03.2015 Arbeitsmoral

Dass die Italiener es nicht so mit Arbeiten haben, ist ja allgemein bekannt. Ich zitiere nur zu gerne jemanden "Wenn du dich fragst, wann die Italiener überhaupt arbeiten: DAS frage ich mich auch" ;-)

Auszug aus unserem Entrata-Uscita-Buch: 

 

 

 

Eine meiner Zimmerkolleginnen kam heute den vierten Tag in dieser Woche zu spät.

Gestern war sie gegen 10:00 Uhr hier. Da wir aber von 9:30 Uhr bis 15:30 Uhr Kernzeit haben, d.h. in dieser Zeit da sein MÜSSEN, hat sie in das Buch 9:30 Uhr geschrieben und vermerkt, sie hätte ihre Tessera (Stempelkarte zur elektronischen Zeitverbuchung) vergessen. Somit glatt mal um ne halbe Stunde betrogen und Verschlafen nicht angegeben. 

 

Im Übrigen ist unser Münchener Bestandszuwachs fast doppelt so groß wie der Römische bei knapp halbem Personal. Ok, hier wird etwas mehr digitalisiert, dafür haben wir noch andere Projekte, die sie hier nicht machen.

Typisch südeuropäische Gelassenheit ;-)

5.3.15 11:36, kommentieren

Donnerstag, 05.03.2015

Nur noch zwei mal schlafen. Zwei mal aufwachen und zuerst den Schimmel sehen.

Es regnet in Strömen. Da Felix ja keinen Schirm hat, hab ich ihm gestern meinen gegeben. Folglich musste ich heute ohne Schirm über die Straße ins Institut. Als ich hier war, war ich aufgeweicht. Mein Frühstückspanino, das ich aus Appetitlosigkeit für später mitgenommen habe, kann ich wegschmeißen, weil es so nass wurde. Die Via Gregoriana ist der Weg von der Spitze eines Berges ins Tal und entsprechend fließt das Wasser förmlich nach unten.

So langsam komme ich hier an. Jeden Morgen treffe ich die Putzfrau und halte mit ihr einen kleinen Plausch und jeden Tag verstehe ich ein bisschen mehr und kann ihr mehr erzählen. Klar mache ich viele  Fehler, aber sie versteht mich trotzdem und hin und wieder korrigiert sie mich. 

Dann bin ich durchs Parlatorium in den Palazzo Stroganoff (anderes Gebäude) gegangen, wo mein Schreibtisch schreibtischt, und habe glatt die Kustoden beim Frühstückskaffee getroffen. Wieder mit ihnen ein bisschen geplaudert, wieder mehr verstanden, wieder mehr selbst sagen können, wieder etwas gelernt.

 

Es ist irgendwie schade, angefangene Sprachkenntnisse so verkümmern zu lassen. 

Englisch brauch ich dauernd. In der Arbeit Zuhause ist alles englisch.

Gebärdensprache ;-) kann man immer mal gebrauchen und wenn man gerade beim McDoof sitzt, den Mund voll hat und was sagen will, gell, Mike ;-)

Latein brauch ich auch dauernd. Ständig stoße ich auf Fremdwörter, die ich mir so erschließen kann. Diese ganzen Akademiker (Juristen) sind in der Regel sehr eloquent bauen in jedes Gespräch mindestens ein Wort ein, das bisher nicht in meinem aktiven Wortschatz vorhanden war und ich mir so erschließe. Das mag ich, denn ich werde gerne gefordert und lerne Neues.

Italienisch.. Ja.. Italienisch hatte ich drei oder vier Jahre in der Schule, dann fünf Jahre lang nichts mehr außer "Pizza" und "Pasta" gesagt, alles vergessen und nun wieder reaktiviert. Es ist erstaunlich, wie viel zwei Wochen Ausland mir trotz 1) meiner Lernresistenz und 2) deutscher Kollegen und fast nonstop deutschem Besuch gebracht haben.

Aber nun werde ich mein Italienisch wieder auf die Beschriftungen von Tiefkühlnahrung beschränken. 

Schade eigentlich. Extra gelernt und dann wars umsonst. Aber ich werde weder zurück nach Italien noch z.B. eine Brieffreundschaft nach Italien aufbauen.  Ich will es nicht schreiben, sondern wenn, dann reden.

Also dann wohl eher nicht. 

 

 

Gestern fand ich meine Arbeit so toll, dass ich um 17:05 Uhr nur wegen Felix Feierabend gemacht habe, aber alleine noch mindestens eine Stunde geblieben wäre. 

Heute dagegen finde ich keinen richtigen Anfang.  Ich habe schon drei verschiedene Tätigkeiten zur Auswahl (Bestellen, Recherchieren, CSS) und komme in keine so richtig rein.

Gedanklich bin ich schon Zuhause, aber was sein muss, muss sein. Bis heute Abend oder morgen dann *wink*

5.3.15 09:11, kommentieren

Mittwoch, 04.03.2015

Der gestrige Tag endete spontan und unfreiwillig ziemlich kacke. Dafür gab es heute zum Frühstück echtes fränkisches Bamberger. Mitten in Rom.

Auf meinen nackten Nachbarn hätte ich allerdings verzichten können ;-)

Blauer Himmel, die Sonne scheint, es kann gar nicht so kalt sein und trotzdem friere ich trotz T-Shirt, Pulli und Jacke. Langsam habe ich den Titel Eiszwerg schon nicht mehr verdient.

Naja, abwarten, wie es Zuhause ist. Noch 3 mal schlafen, drei mal aufwachen und als erstes den Schimmel sehen, dann hab ichs geschafft. 

 

Meine heutigen Tätigkeiten sind allesamt sehr speziell.

Es fing an damit, dass ich ein paar Bestellungen angelegt habe. Während das bei uns Zuhause in der juristischen Bibliothek pupseinfach ist (naja, für mich zumindest, aber ich mag meinen Job ja auch :-P ), ist das bei kunsthistorischen Medien schon deutlich schwerer.  Die meisten haben keine ISBN und die sonstigen bibliographischen Daten sind oft völlig fürn Popo. Manchmal geht es nur um Auktionskataloge, Ausstellungsflyer oder Aufsätze. Zu wichtigen Werken gibt es idR auch 345873 Bücher, die nur dieses eine Werk behandeln. Entsprechend gibt es dann halt auch 345873 Bücher, die alle gleich heißen ("Name XY - Seine großen Werke" ). Ohne ISBN wirds jetzt schon schwerer. Dann erscheinen sie alle in den gleichen drei Verlagen (noch schwerer, ein weiteres Identifikationsmerkmal weg) und die Jahresangaben sind oft entweder nur Zirka-Angaben, nicht vorhanden oder alle die gleiche. Viel Spaß :D

 

Im Laufe des Vormittags widmete ich mich dann der DBIS-Administration.

DBIS ist an sich quasi tot, aber da es kaum Vergleichbares gibt, wird es von ein paar eisernen Bibliotheken weiter gepflegt, Rom zum Beispiel. Die vLib (wer jetzt den Blogeintrag zu Worldcat, vLib und DBIS nicht gelesen hat, hats schwer ;-) ) verzeichnet ja nur Datenbanken, die sie selbst lizenziert hat. In der DBIS dagegen kann jede Bibliothek Datenbanken einbinden, die es halt so gibt, egal ob lizenzpflichtig oder kostenlos. So findet man mit einem Klick auf sein Fach fast alle Datenbanken dazu, die man sonst vielleicht nur zufällig irgendwie bei Google gefunden hätte. 

Im Grunde ist DBIS nur ein bisschen HTML in das die Links zu den Datenbanken eingebunden wird. Noch die Icons über die Verfügbarkeit (grün = für alle kostenlos, gelb = für das Institut lizenziert usw.) und ein paar andere Spielereien, fertig ist der Service. Ich durfte nun also ein bisschen rumspielen und genau das tun :-) dazu die benutzereigenen Informationen (Ansprechpartner - u know, der ist ja nun gestorben) ändern und Chefin ist zufrieden.

Die Farbe und das Layout ist ja auch nicht das allerschönste. Man kann als Bibliothek allerdings sein eigenes CSS entwerfen und hochladen, sodass DBIS fast sogar hübsch werden könnte, wenn man dann links in der Ansicht die entsprechende Buchschupserei auswählt ;-) Beispiele: Universitätsbibliothek der RWTH Aachen oder  die Hochschule Ansbach. Sowas ist was, was ich machen könnte. ODER

 

Ooooooder ich mach was anderes ;-)

Da gehts nämlich um Recherche. Eigentlich ist 3/4 meines Berufs Recherchieren. Es gibt da so jemanden, der ist der Meinung, Googlen kann doch jeder, was soll man das noch drei Jahre lernen.  Das, was ich recherchieren soll, kann man aber nicht googlen.

Hat schonmal jemand was von Gallica gehört? Nein, das hat nichts mit Asterix und Idefix zu tun, sondern ist eine, nein, DIE große französische Mediendatenbank. Quasi sowas wie die Deutsche Nationalbibliothek nur noch viiiiel umfangreicher, spezieller. Oh, es regnet ;-)

Jedenfalls bin ich nun auf der Suche nach Services wie Gallica, die Digitalisate, im besten Fall wissenschaftlich nutzbar aufbereitet, anbietet - alles natürlich im Bereich kunsttheoretischer Schriften. Je spezieller, desto besser.

Für französische Werke ist das mit Gallica schön einfach. In Frankreich ist das Buchschupsereisystem *Melanie angrins* aber auch sehr zentralisiert und daher MUSS diese eine staatliche Organisation das so anbieten, wenn sie nicht mit ihrem Entwicklungsstand zurück nach Afrika möchte.

In anderen Ländern wirds jetzt schon schwer.

Die Bibliotheksleiterin (vorübergehende, der Chef ist ja gestorben) hat sich diese Aufgabe extra für mich aufgehoben, weil sie denkt, dass ich als Bibliothekarin (äh *räusper* ich hab das nicht studiert) da viel erfolgreicher sei als eine Kunsthistorikerin. Ich kenne buchschupserische Services, wichtige Seiten, weiß, wie man effektiv recherchiert und äh.. Ja, go. Est-ce que quelqu'un ici parlent francais?

4.3.15 20:09, kommentieren

Dienstag, 03.03.2015 Ekeleintrag

Heute kommt der Felix. Da das daher vermutlich ein Mike-Felix-ich-Tag wird und ich außer dem E-Ress.-Projekt, das langsam ziemlich fachlich wird, nicht allzu viel Blogtaugliches zu berichten habe, ist heute Zeit für den Ekel-Eintrag :-)

Zarte Gemüter scrollen daher nicht weiter, sondern warten einfach bis morgen.

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Nicht nur Gammel, sonern auch lange Haare. 2015 waren vor mir nur Männer in diesem Zimmer...

 

 

 

Auf den Tellern sind Fettschichten. Ich bin mal probeweise mit dem Finger drüber gegangen und konnte Bildchen malen. Das zu fotodingsen ging leider nicht. 

 

 

 

 

Und zu guter Letzt neben dem Kopfende des Bettes was zum Kuscheln:

 

Die drei Meisen (Ameise, Bmeise und Cmeise), die in der Steckdosen wohnen, vermissen ihren Kuschelschimmel bestimmt schon.  Sie laufen noch oft darüber, wo er war. Die Armen :-(

 

Am ersten Mittwoch hat die Putzfrau den Schimmel ja abgekratzt. Inzwischen sind die Farbschichten  darunter schon wieder fächerartig aufgeblättert, weil die Feuchtigkeit so hoch ist.

 


3.3.15 16:20, kommentieren

Montag, 02.03.2015

Der Montag begann soo kalt. Obwohl es ca. 10°C warm war und ich in Deutschland quasi nie friere, fror ich. Es regnete und war einfach bäh.

Ich ging ins Institut, hielt ein kleines Pläuschchen mit der Putzfrau (die nur Italienisch kann) und widmete mich wieder dem E-Ress-Projekt, bis irgendwann die Bibliotheksleiterin bei meiner Zimmerkollegin anrief und sagte, ich soll alles stehen und liegen lassen und sofort zu ihr kommen.

Oh oh....

Aber soo weh tat es gar nicht ;-) 

Ich lernte eine andere Praktikantin kennen, die ab heute drei Monate in der Digitalisierung mitarbeiten wird und bekam mit ihr eine Einführung in Lupa. 

http://lupa.biblhertz.it/

'Digitalisierung' ist ein sehr weiter Begriff. Im Grunde ist einfaches Scannen schon Digitalisieren. Das mag für manche Zwecke ja ausreichen, nicht aber für wissenschaftliches Arbeiten. Bei Lupa werden Bücher gescannt, die Überschriften und Kapitel von Hand in einen digitalen Index eingegeben (eine Software, die Text erkennt und so durchsuchbar macht, funktioniert bei so alten Werken nicht) und dann mit Datensätzen (z.B. Personendaten, Daten von Bauwerken, von Orten und Plätzen etc), einer Landkarte und anderen Datenbanken verknüpft.

Man kann also z.B. auf der Landkarte nach einer Chiesa suchen und bekommt dann dazu den Datensatz des Bauwerks, eine Liste von Medien, in denen dieses Bauwerk in irgendeiner Art behandelt wird, evtl. Bilder dazu und eine Verlinkung zu anderen Datenbanken und Katalogen anderer Bibliotheken.

Die andere Praktikantin wird die nächsten drei Monate damit verbringen, diese Scans mit dem Originalwerk zu vergleichen, es zu indexieren und zu verknüpfen. 

Sie hat danach noch von Marella eine Erklärung bekommen, wie die PDFs dann angelegt und strukturiert werden, aber da habe ich nicht mehr dran teilgenommen, denn sie spricht so schnell und undeutlich, dass ich ihr Italienisch kein bisschen verstehe. Zuhause erstellen wir ja auch PDFs (von Inhaltsverzeichnissen und mit OCR-Software zur Unterstützung) und daher habe ich sowas ja schonmal gesehen.

 

Am Abend besichtigten Mike und ich das Kolosseum nochmal genauer von allen Seiten und gingen danach in einem Schicki-Micki-Edel-Restaurant essen.  Einmal eine italienische Spaghetti alla Bolognese ohne Löffel musste schließlich sein.

2.3.15 20:01, kommentieren

Sonntag, 01.03.2015

Heeeeute waren Mike und ich beim Papst. Wir fuhren nach Vatikan City, schauten uns den Petersplatz an (für den Petersdom gab es unendliche Schlangen) und erlebten dann mit, wie sich der Papst in einem Fenster seines Hauses über dem Petersplatz zu sehen gab und sogar eine Predigt hielt.

Er erzählte etwas von der Bedeutung der Liebe und fragte, ob wir glauben, dass man damit alles erreichen kann und am Schluss gab es ein Ave Maria und er wünschte uns ein gutes Mittagessen.

 

Danach sind wir quer durch die Stadt gewandert, waren beim Mausoleom, nochmal beim Piazza del Popolo, sind rauf zur Villa Borghese und danach nach Hause. ich war ja schon dauernd am Jammern wegen der Füße... ;-)

 

Fotos wie immer auf Google.

 

*wimmer* nichtmal den Tiber dürfen kleine Menschen sehen :-( (meine Augenhöhe)


1.3.15 19:02, kommentieren

Sonntag, 01.03.2015 - Nachträge zu gestern

ich möchte euch heute noch zwei Dinge von gestern erzählen.

 

Zum einen sind wir nach mehrmaligen Drängen von Mike am Samstag Abend zum McDonalds am Fontana di Trevi statt zu dem nach Spagna an der Spanischen Treppe gegangen. 

Eine sehr gute Entscheidung!

Hier bekam man genau das, was man bestellte, es war korrekt gebaut und lecker, es gab Mayonaise, es war sauber(er) [ für deutsche Verhältnisse naja... Wenns sein muss, aber für Rom schon geradezu steril] UND es gab eine Dachterrasse! :D

Wunderbar. 

 

 

 

Und zum anderen schrieb Mike in einem seiner vorbildlichen Blog-Kommentare, dass wir DGS üben würden. 

In diesen Genuss kam er auch tatsächlich gleich unfreiwillig, als mir in Ostia Antica (zur Erinnerung: die antike Stadt am Meer) die Batterien leer gingen und ich keinen Ersatz dabei hatte :D Hihi. Mike kennt das ja schon vom Schwimmen (also dass wir miteinander kommunizieren und ich nichts höre), aber jetzt kann er ja schon ein bisschen gebärden. :D

1 Kommentar 1.3.15 16:30, kommentieren

Samstag, 28.02.2015

Der Mike ist da!

Und er hat sogar ein hygienegeprüftes Klo! *neid*

 

 

Heute sind wir nach Ostia ans Meer gefahren.

Die Fotos sagen alles

https://drive.google.com/folderview?id=0B_fof26zZ1BeMGZnVmp1ZW5NZTg&usp=sharing

 

Obwohl ich mir die Hose hochgekrämpelt habe, war ich bis zum Arsch klatschnass.  Nach einer Stunde in der Sonne Sitzen war ich zumindest vorne halbwegs trocken und wollte mal das Klo ausprobieren.

Es wäre besser gewesen, diese Erfahrung nicht zu machen. Das Klo war im Grunde in der Mitte des Verkaufsraumes eines Cafés und nur abgetrennt durch vier Spanplatten. In diesem "Raum" gab es dann in der einen Ecke ein kleines Steinpodest auf dem eine Keramikschüssel stand. Mehr nicht. Alles mögliche lag darin .... ....

....

Dass es in Italien kaum Klobrillen gibt, ist ja normal. Aber dass es auch kein Klopapier und vermutlich nichtmal eine Spülung gibt, ist schon enorm eklig gewesen. 

Und so machten wir uns ebne auf die Suche nach dem Burger King der Werbeplakate, damit ich dort aufs Klo gehen konnte. 

Adresse war aber Fehlanzeige. Keine Ahnung, wo das war. 

Also sind wir zurück zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren. Am Bahnhof überredete mich Mike, mal die Klos dort anzugucken, weil die Putzfrau grad drinnen war. Tada - es war sogar im Vergleich zu mir Zuhause total sauber :D

 

Nach einem kurzen Abstecher in Ostia Antica sind wir weiter zum Colloseum gefahren und vor den Menschenmassen in noch mehr Menschenmassen in der Metro geflüchtet :D

 

Zum Glück hat Mike im Hotel Wlan, sodass wir nicht jeden Abend zum Bloggen im Mägges essen müssen. In Italien schmeckts beim Mägges nämlich wirklich... Naja.... Scheiße. Im Vergleich zu hier sehen die Burger in Deutschland 1:1 so aus wie auf den Bildern und schmecken vorzüglichst. Naja, was erwartet man auch von Italien...

28.2.15 19:22, kommentieren

Freitag, 27.02.2015

Oh man. Strahlend blauer Himmel und ich ziehe sogar noch ein T-Shirt unter den Pulli bevor ich eine Jacke drüber ziehe um über die Straße ins Institut zu gehen. Bei 12°C. Ich verweichliche. In Deutschland hätte ich bei -5°C mit weniger Klamotten an der Bushaltestelle gestanden und nicht gefroren.

Heut soll ich mich in das E-Ress.-Projekt einarbeiten und  dazu die vLib predefined set Kunstgeschichte und die DBIS Auswahl Kunstgeschichte mit dem Worldcat Discovery Service abgleichen.

Ein Discovery Sevice ist ganz grob eine Metasuchmaschine, also eine Möglichkeit um in verschiedenen Datenbanken gleichzeitig zu suchen. Beispiel: wir haben unseren Bestand katalogisiert. Andere Bibliotheken haben auch Kataloge. Man kann natürlich in jedem Katalog einzeln suchen. Wenn ich aber wissen möchte, welche Bibliothek ein Werk hat, suche ich in einer Metasuchmaschine, die die Kataloge von möglichst vielen Biblioheken im Index vereint. 

 

So.  Das war ja nur ein anschauliches Beispiel für eine Metasuchmaschine. Ich werde mit dem Worldcat Discovery Services arbeiten. Der Worldcat ist weltweit die größte bibliographische Datenbank. Es arbeiten viele Bibliotheken aus quasi allen Disziplinen mit um so *schnell google* auf 300 Millionen Einträge und 1,9 Milliarden Bestandsnachweise zu kommen.

Die vLib (Virtual Library) ist eine Metasuchmaschine der Max-Planck-Gesellschaft, die verschiedene über die MPG zugängliche Datenbanken und Kataloge anderer Medien vereint.

DBIS ist ein Datenbankinformationssystem. Übe DBIS ist es möglich, verschiedenste wissenschaftliche Datenbanken zu nutzen. Manche Zugriffe werden finanziell gefördert und sind daher überall oder nur in Deutschland kostenlos nutzbar und andere sind lizenziert. Wenn man links auf "Bibliotheksauswahl" klickt und das MPI für Innovation und Wettbewerb auswählt, sieht man alle über uns zugänglichen Datenbanken und wie der Zugriff geregelt ist. Ja, obwohl wir uns mit einem juristischen Gebiet beschäftigen, haben wir Zugriff auf Datenbanen vieler verschiedener Disziplinen. Das liegt daran, dass Datenbanklizenzen in der Regel zentral von der Generalverwaltung erworben werden und dann jedes MPI darauf Zugriff hat.

http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/index.php?ref=about  

 

So. Damit ich für die nächsten Tage auch noch was habe, belasse ich es jetzt bei diesen Erklärungen und werde den Worldcat Discovery Services nun mit den kunsthistorischen Inhalten der vLib und DBIS vergleichen und mich in die Administration von DBIS einarbeiten.

Wofür das gut ist, warum ich das machen darf, was Primo ist und ob wir Primo auch Zuhause haben erzähle ich euch vielleicht nächste Woche.

27.2.15 09:20, kommentieren

26.02.2015 Personalstruktur

In Deutschland gibt es

- Wissenschaftliche Bibliothekare (WissBibs), die nicht nur Buchschupserei studiert haben, sondern auch noch das Fach ihrer Bibliothek. Mein Münchener Chef, Herr Weber, hat z.B. Buchschupserei und Jura studiert.  Meine Römische Chefin Frau K. hat ihren Dr. in Kunstgeschichte und danach noch ein Studium der Buchschupserei hinterher geschoben. In wissenschaftlichen Bibliotheken übernehmen normalerweise auch sie die Sacherschließung (dass ich das auch teilweise mache, wenn ich ausgelernt bin, ist eine absolute Ausnahme), da sie sich ja fachlich auskennen.

- Diplombibliothekare (DiplBibs), die Buchschupserei studiert haben und in der Regel auf leitenden Positionen sitzen und speziellere Dinge erledigen. Zuhause sind sie für alles außer Zeitschriften und Infotheke/Kundenservice zuständig. In der Uni-Bib erledigen sie alles außer Ausleihe und Infopoint.

- Buchschupsen (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, früher Bibliotheksassistenten), auch besser bekannt als 'Niederes Fußvolk'. Wir machen eigentlich alles, was sonst keiner macht. Medien ins Regal stellen, Info- und Servicetheke. Bei uns Zuhause noch die Zeitschriften und Scannen und Anhängen von Inhaltsverzeichnissen. Selten sitzt Niederes Fußvolk z.B. auf Katalogisierungsstellen (kommt aber auch manchmal vor - dann meist eher Leute, die in wissenschaftlichen Bibliotheken gelernt haben).

Unterstützt werden die oft durch studentische Hilftskräfte oder in öffentlichen Bibliotheken auch FSJler oder Ehrenamtliche.

Je kleiner eine Bibliothek, desto größer die Chance, als niedrig Qualifizierter auch eine hohe Stellung zu haben. Auf dem Land z.B. werden Gemeindebibliotheken oft von (wesentlich günstigeren) Bibliotheksassistenten geleitet.

 

In Italien ist das etwas sehr anders. Hier gibt es z.B. im Vatikan eine Bibliotheksschule, aber ansonsten ist das Buchschupsereisystem hier stark hinterher... In Deutschland haben wir es sehr luxuriös.

Die Bibliotheca schaut, dass sie jeden "WissBib" bekommt, den sie bekommen kann, also Kunsthistoriker, die sich Buchschupserei aneignen. Es hat halt einfach für so eine Spezialbibliothek enorme Vorteile, wenn man sich gleich noch mit dem Inhalt auskennt. 

Auf den meisten Stellen sitzen DiplBibs aus Deutschland.

Und dann gibt es noch die Kustoden, heute auch Kommessi genannt. 

Der Kustor kommt aus dem Lateinischen und beschreibt einen Wächter. Früher waren sie in der Bibliotheca Hertziana auch eine Mischung aus Hilfskräften und Portieren. 

Heute gibt es einen eigenen Portierdienst und Kustoden kümmern sich vorwiegend darum Bücher einzustellen, Rari zu pflegen, Signaturschilder aufzukleben falls der Band nicht sowieso neu gebunden und die Signatur gleich eingeprägt wird, erledigen Hilfsarbeiten bei der Digitalisierung und springen ein, wo gerade ein Personal anwesend sein muss. 

Fachlich sind sie ungelernt. Sie stehen hierarchisch eigentlich auf der Buchschupsenetage, vom Hintergrundwissen und der Bezahlung allerdings darunter.

Irgendwie verschwimmt das in letzter Zeit immer mehr. Man sehe sich folgendes Stellenangebot an:

http://www.mpg.de/8983181/aushilfe-bibliothek

Ja, ich kann mehr und mach auch mehr. Aber eben auch nicht viel mehr.

Beispiel: "Zusammenstellen von Zeitschriften für den Buchbinder"

Entweder ich mach das selber oder S. macht das für mich und ich lege den Datensatz dann nur noch im System an. Eigentlich ist das aber eine typische FaMI-Aufgabe, das alles zusammen. Dem Studenten darf ich aber jedes mal hinterher arbeitne. Klar, ist ja auch logisch. Es liest sich so einfach und klingt banal. "Wenn die Hefte 1-12 da sind, leg ich sie auf einen Stapel". Das ist es aber nicht. Man muss mit den Datensätzen umgehen können, mit den Exemplarsätzen, mit den Lieferanten, der Erscheinugsweise, Inhaltsverzeichnissen, Beilagen, Einbanddecken, Musterpappen, dem Buchbindereiwesen. Es hat schon seinen Grund, warum ich das seit mehreren Jahren den größten Teil des Tages mache und trotzdem jede Woche etwas Neues lerne. Klar, ausgelernt in dem Sinne ist man nie, aber ich meine wirklich noch Ausbildungslernen.

Was also macht mich als Fachkraft noch aus, wenn 70% meiner Arbeit von ungelernten Aushilfen erledigt werden soll?

26.2.15 21:16, kommentieren

Donnerstag, 26.02.2015

Donnerstag Vormittag wurde ich zu Frau S. in die Zeitschriften- und Buchbinder-Stelle geschickt. Juhu, heute ist ja schon Tag 4 von 10 :-) also nichts gegen das Institut; inzwischen find ich es hier sogar ganz nett, aber es steht halt immernoch in Rom.

Als Frau S. jedenfalls am Montag erfuhr, dass Zuhause auch die Zeitschriftenstelle MEINS ist, entfuhr ihr schon ein "ich mag Sie, mit Ihnen kann ich zusammen arbeiten" :D

Ich ging da heute früh also hin in diesen großen Raum, der komplett mit schwarzen und dunkelroten Tapetenflicken zugepappt ist. Minimonitor, Maus funktioniert nur in völlig verkrüppelter Handstellung, aber gut, ich bin ja schon ruhig ;-)

Überraschung: meine Aufgabe bestand darin, bei knapp 200 Bänden den Geschäftsgangsstatus zu ändern. Ich gebe also die Auftragsnummer (BUBI-12345) ein, nehme das 'BB' im Geschäftsgangsfeld raus sodass der Band automatisch verfügbar wird, klicke in ein Datumsfeld, drücke dort F12 (heutiges Datum) und drücke Enter. Knapp 200 mal. Wuhey.  Da kommt Freude auf. Aber okay, das sind stupide, langweilige und zeitfressende Aufgaben, die in Deutschland auf Aushilfen abgeschoben werden, aber da ich auf der anderen Seite ja auch einige teure Chefzeit in Anspruch nehme, kann ich ruhig sowas mal erledigen ;-)

Bei uns mach ich das entweder nebenbei wenn ich sowieso den Exemplarsatz des Bandes bearbeite oder ich schiebs auf Severin, mein Fußvolk, ab *hihi* 

Zwischendrin kam die dritte Zimmerkollegin zur Arbeit. Sie ist Amerikanerin, weshalb ich mit ihr natürlich Englisch geredet hab. Die war lustig. Sie hat mir erzählt, dass die Bücher zum Bookbinder gegeben werden und man den in etwa mit  Buchbinder übersetzen kann ;-) achsoooo ;-)

Später durfte ich noch für ein paar Hefte den Eingang verbuchen, sie gefühlte tausend mal stempeln (würde ich das in Deutschland mit jedem Heft machen, bräuchte mein Tag 14 Stunden...) und ein paar Rechnungen einarbeiten.

 

Mittags gabs wieder das gleiche Panino wie gestern - eigentlich -, allerdings heute warm und das staubtrockene Brot bekam innen ein paar Tropfen Öl ab. Hm. Ist auch ok.  

 

Am Nachmittag war ich bei der Frau, die mir gegenüber sitzt und deren Name ich mir nie merken würde. Die, die morgen nach Deutschland fliegt *neid*. 

Ich saß natürlich schon eine Stunde zu früh wieder am Platz, während sie noch Siesta machte. Irgendwann kreuzte sie zwar auf, aber schrieb noch E-Mails. Also schrieb ich halt auch... Wusstet ihr, dass 'Blog' auf Italienisch 'Praktikumsbericht' heißt? ;-)

Sie ist zu je 50% für Zeitschriften und Erwerbung zuständig. Zeitschriften hatte ich ja schon in der früh, also zeigte sie mir die Erwerbung. Also ich meine, sie hatte es vor... Sie machte ein Beispiel und es war halt rein gar nichts neu. Ok, wir daheim setzen den Status auf "RSV" (Ready to Send to Vendor) und der Chef druckt die Bestellungen dann freitags aus und schickt sie los, wobei der Status automatisch auf "SV" (Send to Vendor) umgestellt wird. In Italien setzt man den Status gleich auf SV, gibt die ISBN im Online-Shop ein und bestellt wie du auf Amazon (außer D., ja, sorry, ich weiß, dass du nichts in diesem neumodischen Internet kaufst).

Nunja. Es war also 14:15 Uhr und so arbeitsmäßig Zeit für Feierabend. Rein von der Arbeitszeit gerechnet hätte man in Deutschland jetzt langsam mal überlegt, ob man eventuell Mittagspause machen könnte ;-)

Ich hab dann noch 992€ ausgegeben und bin danach zu meiner Chefin Frau K. gegangen, von der ich wusste, dass sie noch eine Aufgabe für mich hätte.

 

Dass es um E-Ressourcen (also E-Books, E-Journals und Datenbanken) geht, die in Rom absolute Chefsache sind, wusste ich schon.

Naja, ich ging also rauf, sie freute sich sogar mich zu sehen (wtf?), erklärte mir, um was es in dem Projekt geht, gab mir den Admin-Zugriff auf verschiedene Services (wtf2!), drückte mir einen Katalog voll Unterlagen für diesen Admin-Zugriff in die Hände (wtf3), sagte mir, dass ich mir den morgen reinziehen soll, am Montag noch ne kurze Einführung dazu bekomme und ich ihr dann dabei helfen soll (WTF3!!!).

"Welche Programmiersprachen können Sie denn so?" - "Äääähm... Eher keine.." :D

...

......

Ich werde euch bei Gelegenheit mal erzählen, worum es dabei geht. Momentan bin ich einfach nur platt. Sie hat eine ganze Horde Diplomkräfte unter sich und lässt ausgerechnet MICH sowas machen?...

Sie weiß, dass es eine unheimliche Qualifikation darstellt, wenn man damit umgehen kann. Wir haben Anfang dieses Jahres selbst die Lizenz für eine (die) entsprechende Software gekauft und suchen seit fast 3 Jahren händeringend nach einem Systembibliothekar, also jemandem, der Bibliotheksinformatik studiert hat und damit umgehen kann. 

 

So. Mal gucken. Langsam wird der Speicherplatz hier im Blog knapp. Ich werd nun wohl öfter Bilder auf Google hochladen und euch nur durch die Bilder lotsen.

 

Mooooorgen kommt der Miiiikeeee :D endlich mal jemand, der so normale Sprache kann ;-) und mit dem man ganz viel Schmarrn machen kann statt nonstop businessmäßig höflich blah.

Ich habe ihm schon mitgeteilt, dass ich den Blog trotz seines Besuchs weiter schreiben werde und wir dafür des Öfteren im Mägges zu residieren haben. Ich vermute mal, jetzt gehts dann etwas mehr in die Touri-Berichte, vor allem, da meine E-Ress.-Aufgabe jetzt sowieso sehr lange immer nur das gleiche sein wird.

Mit freundlichen Grüßen

C.

1 Kommentar 26.2.15 13:40, kommentieren

Mittwoch, 25.02.2015 Mägges

Also schön. Noch von meinem Mägges-Erlebnis.
Das Mägges Spagna ist in vielerlei Hinsicht besonders. Nicht nur, dass es die Ehre hat, sich neben meiner Foresteria zu befinden ;-) ist es auch noch das erste Mägges in Italien gewesen.
Man betritt es, hat rechterhand das McCafé, linkerhand eine Eisdiele (ist hier anscheinend üblich, McEis sozusagen, aber so richtiges Eis, wie in einer Eisdiele halt) und geradeaus gehts Stufen rauf, Stufen runter, Treppen, um Ecken... Bis man irgendwann in einem RIEßIGEN Raum steht. Fensterlos natürlich. Das ist wie in einem Bergwerk: man betritt es außen auf dem für die Gegend üblichen Höhenlevel, aber je weiter man rein geht, desto mehr Berg hat man über sich.
Insgesamt sind hier 400 Sitzplätze verteilt. Ehrlich, so ein großes Mägges hab ich Deutschland noch nie gesehen.
Natürlich ist dieses Mägges hoch frequentiert. Nebendran ist die Spanische Treppe, es gibt noch zig andere Touri-Punkte, die Filiale ist über ewige Kilometer hin ausgeschildert UND DANN GIBTS NUR ZWEI KASSEN.
Easy Order gibts in Italien zwar inzwischen auch, aber ich kann das mit meiner deutschen Bankkarte nicht machen und die Italiener... Ja... Weiß auch nicht. Stehen anscheinend gerne ne halbe Stunde in der Schlange. Irgendwas müssen sie ja auch tun, wenn sie schon kaum arbeiten.

Was tut man nicht alles für Free WiFi ;-)
ich stellte mich also in die Schlange und waaaartete.... Laaaaaange....
Da in Italien enorm viele Taschendiebe unterwegs sind, hab ich meinen Rucksack von der linken Schulter runter und mit dem rechten Arm vor dem Bauch gehalten. Zusätzlich habe ich mich ein bisschen nach links gedreht (um der Logik etwas zu helfen: mein linkes Ohr, also der Sprachprozessor [das Ding, mit dem ich hör], nach hinten). Oh, die Sprache kennste doch! Ein jugendliches Päärchen, offensichtlich Touris aus Deutschland.

Sie quatschten über alles Mögliche und zwar mir direkt in den Sprachprozessor.
Dass ihr die Füße weh tun, vor allem (?).
Wie wohl das Wort für Italienisch+Englisch ist? Mit Deutsch ist es ja Denglisch und mit Schwedisch Svenglisch.
Dass sie hier zum Glück niemand versteht. (*räusper* zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich mich da schon grinsend kurz umgedreht hatte... Den Zusammenhang haben sie wohl nicht geschnallt.)
Dass er gerne noch ein Eis hätte, aber noch so eis-satt von vorhin ist.
Dass er inzwischen immerhin weiß, was Fragole heißt.
Dass sie nicht weiß, wie sie das alles bestellen soll, weil ihr Englisch doch so schlecht ist...

Als die Frau vor mir fast fertig war, bekam das Mädl hinter mir total die Panik á la sie-ist-ja-bald-dran. Sie kramte die englischen Worte zusammen, aber fand sie kaum. Irgendwann wurde es mir dann zu blöd, ich drehte mich um und sagte ihr, dass hier eh keiner Englisch versteht und sie es, wenn sie schon kein Italienisch kann, es besser mit Deutsch versuchen sollte.
DER BLICK war UNBEZAHLBAR.
Die guckten, als wär ich eine Mischung aus Johnny Depp, Heidi Klum und Dieter Bohlen. :D

Naja, nach ein paar gewechselten Worten drehte ich mich wieder "nach vorne" (also so linkslich) und wartete weiter.
Er sagte leiser, aber für mich immernoch hörbar, zu ihr, dass sie ja zum Glück fast nur über Essen geredet haben und nichts Wichtiges dabei war.

Jedenfalls bestellte ich dann mein Menü (natürlich auf Italienisch - ich wollte mein Essen ja auch essen können ;-) ), als ihm dann ziemlich laut entfuhr "OHGOTT DIE KANN JA ITALIENISCH" :D 
total :D weil ich weiß, was 'mit' heißt und bis drei zählen kann ich auch :D voll italienisch können :D

Hachja :D
Falls ihr das jemals lesen solltet: sorry, dass ich euch solche Schrecken eingejagt habe :D
Es war einfach zu lustig :D
Und ein großes Danke an mein Hirn, dass du mir spontan eingegeben hast, wie ich "zum hier essen" ausdrücken kann :D die Präposition war zwar vermutlich falsch, aber die Verkäuferin hats verstanden und sonst vermutlich auch keiner gemerkt ;-)

 

26.2.15 13:26, kommentieren

Mittwoch, 25.02.2015

Wuhey, ich hab das Datum gleich richtig geschrieben ;-) erstmal schimpfen müssen, logisch.

Also. Wo waren wir stehen geblieben? Achja, unfreiwillig frühe Feierabende.

Gut. Also ich bin dann in die Foresteria, hab mich aufs Bett gelegt und die meterweit entfernte Decke angeglotzt. Keine Lust raus zu gehen, wollte nach Münchenhause, alternativ vorübergehend erstmal ne anständige Internetverbindung ;-) aber natürlich ist alles dergleichen unrealistisch. 

Da es im Mägges immerhin Free WiFi gibt, packte ich meine Sachen und spazierte mal los. 

Ich ging durch die Villa Borghese zum Piazza del popolo, weiter zum Tiber und fuhr dann mit der Metro zurück nach Spagna (=Spanische Treppe) um dort in den Mägges zu gehen. Dieser Mägges scheint weit und breit der einzige zu sein, zumindest wird im Radius von 4 U-Bahn-Stationen noch Werbung für ihn gemacht (hier steht bei Werbung immer die Filiale, in dem Fall Spagna, dabei). Passender Weise wohn ich ja gleich daneben... ;-)

 

Kurze Erinnerung: Zu den Bildern geht es hier *klick*

Villa Borghese beginnt nach meinem Panino.

Das dritte Bild danach ist so ein typisches Stück italienischer Gehweg. Viel Erfolg an alle Gehbehinderten, die da lang müssen ;-) Italienerinnen machen das übrigens mit  Pfennigabsätzen und/oder mindestens 7cm-Absätzen.

Ich dachte mir, ich kann entspannt durch den Park schländern (*an den Englischen Garten oder Schwabacher Stadtpark denk, die eigentlich ganz nett sind*), aber selbst den Park müssen die Römer mit ihren hässlichen Skulturen verunstalten.... *Grrr*

Oh - Überraschung - wieder eine Trppe. ABER diesmal sogar mit Special-Effects ;-) bei der hier (zwischen Bolognese und Popoklo-Platz) sind sogar die Stufen so schief, dass man kaum drauf stehen kann. Entweder man läuft.... Oder man rollt... :D

 

 

Wenn ich mal wieder Zeit hab, berichte ich euch von meinem sehr lustigen Erlebnis mit zwei deutschen Jugendlichen.

Jetzt ist es 21:18 Uhr, ich sitze seit über 2 Stunden im Edelrestaurant und werde jetzt in die Foresteria gehen.

 

1 Kommentar 25.2.15 20:46, kommentieren