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Mittwoch, 25.02.2015 Teil 3

Wer hier einparken will, muss es können ;-)

 

Smarts gibts hier so viele wie Touris und die dürfen anscheinend sogar quer im... Naja.. Parkplätze sind das ja wohl kaum... Quer zur Straße stehen.

25.2.15 21:00, kommentieren

Mittwoch, 25.02.2015

Dany, Steffen, guckt mal, für euch ist hier auch gesorgt ;-)

 

Da fühlt sich der Römer doch fast wie ein Römer *höhöhö* sorry ;-)

1 Kommentar 25.2.15 20:19, kommentieren

Mittwoch, 25.02.2015

Ob ich es je schaffe, das Datum der Blogeinträge auf Anhieb richtig zu schreiben? Der Tag ist kein Problem, aus Februar wird meist März und generell scheine ich der Zeit 1080 Jahre voraus zu sein.

 

Inzwischen bin ich bei Nummer 986 von 1702 zu prüfenden Medien. Es ist 8:55 Uhr und natürlich ist außer der Reinigungsfrau noch niemand im Institut. [Ergänzung von 9:25 Uhr: eben ist die erste Kollegin aufgekreuzt und war überrascht, dass schon jemand hier ist.. Um 10:30 Uhr waren wir dann mal alle.]

Ich habe meiner Münchner Chefin eine E-Mail geschrieben und sie hat quasi sofort geantwortet. Auch wenn sie es nicht zugeben mag und sie bis jetzt so tat, als sei ihr das alles egal (Ausland ist ja auch ein schwieriges Thema bei ihr),  fängt sie jetzt doch an, Fragen zu stellen und sich zu interessieren. Das freut mich sehr.

Es heult mal wieder irgendein Alarm, aber das ist hier ständig so. Ich habe ja kein Richtungshören und so kann ich nichtmal sagen, woher der Lärm kommt. Ich setze einfach mal voraus, dass es nicht brennt und es nur Alarmanlagen sind, da ich keine Lust habe, alle zwei, drei oder mal vier Stunden durch die Gegend zu laufen und den Weg zu suchen, wo das Getröte lauter wird.

 

Heute gab es das erste italienische Mittagessen: ein Panino con Prosciutto :D  Das ist so viel, dass ich die Hälfte wieder mit in die Arbeit genommen habe und dafür von den Kollegen ausgelacht wurde :-P

 

Um 14:33 Uhr hat Alessandro mir einen buona sera gewünscht. Also kaum ist um 14:00 Uhr der Tag vorbei, beginnt der Abend. Interessant... 

 

Die stellv. Bibliotheksleitung Frau K. meinte ja mal, dass sie es mit der 40h-Woche bei Praktikanten nicht so streng nehmen und ich so 6-7 Stunden am Tag arbeiten soll. 

Am ersten Tag musste ich ja erst um 10:00 Uhr dort sein und kam so auf 6,5h, am zweiten Tag arbeitete ich 7h und 20min und da ich heute Nachmittag mit der Liste fertig wurde, machte ich nach 6h 50min Feierabend. Meine Kollegin kommentierte es mit "Sie hätten schon längst gehen sollen. Was machen Sie denn noch so?". Naja, was mache ich denn? Okay, zum Colosseo wollte ich. Aber ansonsten bin ich momentan froh, wenn ich nicht viel vom Tag mitbekomme.

Die Putzfrau war heute früh bei mir. Das Bad ist jetzt immerhin sauberer als bei meiner Ankunft. Sie hat auch das (saubere?) Geschirr meines Vormieters aufgeräumt, welches ich stehen gelassen habe, weil das sowieso alles eklig ist. Auf manchen Tellern sind so dicke Fettschichten, dass man Bildchen malen kann.. Und sie hat den Schimmel an den flauschigsten Stellen (ging ja bis 1,5cm teilweise) abgekratzt (Insider nennen es auch den Schimmel striegeln :-P ). Jetzt sehe ich ihn zwar nicht mehr überall (weiß auf weiß sieht man kaum und die schwarzen Flecken sind eher am Boden - noch tiefer als ich klein bin), aber ich WEIß ja noch, dass er da ist...

Eklig. Einfach nur eklig.

Das ist der Grund, warum ich mit Licht schlafe (der Schimmel könnte mich ja im Dunkeln überfallen ;-) ) und das, was ich jeden Morgen als erstes sehe. 

Da ich nun aber an Rom genau zwei positive Dinge finde ( 1) das Lufthansa-Terminal von Fiumicino und 2) das Colosseo), stürze ich mich zur Zeit auf die Arbeit. 

Dass ich länger als 6 Stunden arbeite, macht einen besseren Eindruck, lässt mir mehr Zeit im Internet ;-) und macht, dass ich weniger Zeit hab um den Schimmel, die dreckige Stadt oder die belämmerten Touris anglotzen zu müssen.

Und nun sagt man mir ernsthaft, dass ich bei nichtmal 7 Stunden Arbeit schon längst hätte gehen sollen?....

 

25.2.15 09:02, kommentieren

Dienstag, 24.02.2015

Eigentlich wollte ich am Abend das Colosseo angucken. Ich packte meine Sachen und stapfte bei tröpfelndem Niederschlag los. Vorbei am Trevi-Brunnen:

 

 

 

 

und in der Papeteria Postkarten gekauft. 

Nachdem man mir in Berlin neulich den Unterschied zwischen Postkarten und Briefmarken erklärte (ich mache aus beidem einfach Postmarken oder Briefkarten ;-) ), brachte mir der nette Verkäufer im Alessandro-Stil gleich mal das Wort für Briefmarken bei: i francobolli.

Eigentlich ist das alles Vokabular, das ich in der Schule früher schon gelernt hatte. Komplett neu war noch nichts. Leider habe ich trotzdem das meiste vergessen und darf es so wieder auffrischen :-)

 

Hinter dem Subway (mal was anderes als McDonalds, uralte Panini oder Hungern) gings eine längere Treppe runter (wie könnte es in Rom auch anders sein?) und mit einem Blick nach links sah man das Colosseo in mehreren hundert Metern Entfernung.

Irgendwie reizte mich der Weg geradeaus aber doch mehr und so verschob ich das Colosseo auf einen anderen Tag und wanderte stattdessen 2 Stunden im inzwischen strömenden Regen durch Rom, bis ich irgendwann wieder an der Subway-Treppe raus kam, pi mal Daumen eine Abkürzung zum Coop (dem supermercato neben der Deutschen Bank - 10 Minuten zu Fuß ) nahm, dort nochmal einkaufte und nach Hause ging.  

25.2.15 08:52, kommentieren

Dienstag, 24.02.2015

Oh man. Ich hab sooo einen Muskelkater. Sonntag den 22,4kg-Koffer die Spanische Treppe rauf, Montag ständig tausende Treppen im Institut (Altbau, x Stockwerke...), Montag Abend wieder die Spanische Treppe. Ich war zu faul außenrum und dann den Berg zu laufen und dachte mir "ach, das kleine Treppchen schaffste doch, läufst ja Zuhuse auch meistens rauf"... Ich hatte aber vergessen, dass hinter der Kurve nochmal gefühlte 895 Stufen kommen. Das grenzte schon an The Biggest Looser ;-)
 

Der nächste Arbeitstag begann mit einer Schnitzeljagd.

Den Personaleingang zu finden ist ja nicht schwer – einfach über die Straße. In die Bibliothek geht’s von da aus auch ganz einfach. Aber wie war nochmal der Weg zu dem Buch, in das sich jeder Mitarbeiter eintragen muss, der sich im Gebäude befindet? Achja, geradeaus an der Treppe und den Rari vorbei, rechts, links durch die Sicherheitstür ins Parlatorium, rechts durch die Sicherheitstür, dann… ähm… rechts? Rauf oder runter? Links ist Paolo von der Digitalisierung, dann eben rechts.. Ah, ja, da.

Da ich noch das Pfand für die Tessera bezahlen musste, suchte ich also nach dem Weg in die Direzione. Ich wusste, dass sie in einem der Gebäude unterm Dach war und viele (sogar für deutsche Verhältnisse) sehr breite Treppen hin führten. Ich guckte mich also um, ging hier und dort ein paar Stufen und öffnete Türen (zur Erinnerung: die kleinen Räume, von denen 2-3 exakt gleich aussehende Türen wegführen - sehr Hogwarts-Style). Nichts. Keine Direzione, nichtmal eine so breite Treppe.

Okay. Wenn nicht hier, dann vielleicht im nächsten Gebäude. Also zurück bis kurz vor das Anwesenheitsbuch, Sicherheitstür, Parlatorium, Sicherheitstür, ah, Alessandro stellt Rari ein! Er kann zwar nur Italienisch, ist aber total nett. Ich sprach ihn also an „Buongiorno Alessandro, scusi, cerco la direzione. Puoi aiutarmi, per favore?” Sicherlich nicht korrekt (beim einen Wort hab ich ihn gesietzt, beim anderen geduzt ;-) ), aber den Sinn, dass ich die Direktion suche und die Bitte mir zu helfen, verstand er und nahm mir auch meine 25 Fehler pro Satz nicht übel.  Die Reinigungskraft, die daneben stand (auch nur Italienisch), fragte, ob die Direzione der Bibliotheca oder dell'Instituto. Ich sagte, dass ich das gar nicht weiß und auch nicht die Namen. Die Direzione ist ‚oben‘ und es gibt viele... Ja, was heißt nun Treppe oder Stufe auf Italienisch? Aber man kann ja gebärden ;-) Alessandro guckte sich das an und fragte "Scale?" – "Siiii, si, scale!" – Zack, wieder ein wichtiges Wort erinnert :-)

In dem Moment kam eine deutsche Bibliothekarin um die Ecke, mischte sich mit ein (klingt ja negativ.. Ich fands nett von ihr, finde nur grad kein passenderes Wort) und zeigte mir dann, dass ich durch die Bibliothek gemusst hätte, durch eine Sicherheitstür (Überraschung, gibt’s ja nicht alle 2 Meter) und dann am Fuß der großen Treppe stehe. Zu meines Muskelkaters Glück gab es sogar einen Aufzug, der – TADA – sogar bis in den 6. Stock in die Direzione führte :D

Kurze Freude, schnelle Ernüchterung: keiner da. Aber was erwartet man um 9:00 Uhr auch anderes von Italienern…

Also wieder runter, zurück durch die Bibliothek, vom Security aufgehalten worden (lass mich, ich darf das) und mich wieder meinen 1702 Suchanfragen gewidmet.

 

Ich sitze also gerade hier und arbeite (ok, ich schreibe am Blog.. Aber sorry, bei 1702 mal Copy&Paste braucht man auch auch mal Abwechslung..) Jedenfalls sind hier die Fenster geschlossen und trotzdem hör ich (!!) den Baulärm und die Autos und Fußgänger hier oben noch so laut, als wären alle Fenster offen bzw. für mich dann als stünde ich daneben. Dass das in den schmalen Gassen laut ist, ist klar. Dass die Fenster nicht dicht sind, auch. Aber dass sie nur reine Deko zum Dreckpräsentieren sind, naja...

Cennino Cennini ist ja auch ein toller Name :D (arbeite ja doch nebenbei..)

*aus dem Fenster guck* heute ist es trist und grau, ja geradezu kalt (@Du-weißt-schon-dass-ich-dich-meine: Thermo-Jeans nicht vergessen ;-) ). Ich habe ein langärmeliges Oberteil an, einen Schal drüber und eine Fleece-Jacke über den Schultern und fröstel fast. Mitten in Italien… Oh, da fällt ein Tröpfelchen vom Himmel :-O


Eben kam Alessandro und brachte mir die Post. Im Vorbeigehen sagte er etwas, was ich als "Bouna finito" verstanden hätte, aber da ich gerade eine Banane esse, glaube ich, dass er mir einen guten Appetit gewünscht hat. Italienisch macht Fortschritte :D

 

So. Mal googlen, wo das Colosseo steht. Erst erzählte die Kollegin was von 30 minuti zu Fuß e poi di 10 minuti...

Bis heute Abend oder morgen dann ;-) 


1 Kommentar 24.2.15 11:55, kommentieren

Dienstag, 24.02.2015 Arbeitsweg

Habe ich euch außerhalb der Google-Bilder eigentlich schon meinen Arbeitsweg gezeigt?

Das sehe ich, wenn ich nach links gucke: 

 

Kann man akzeptieren, gell?! :-P 

24.2.15 13:30, kommentieren

Montag, 23.02.2015 (2)

 

Wenigstens lenkt Chatten beim Haareföhnen von dem Ekel ab :D

 

23.2.15 21:01, kommentieren

Montag, 23.02.2015

Da ich am Vortag so früh ins Bett bin, war ich um 7:45 Uhr schon ausgeschlafen. Wuhey, hätte ich doch noch zwei Stunden schlafen können. Ich musste erst um 10:00 Uhr in der Arbeit sein, welche ja nur auf der anderen Straßenseite liegt.
Es ist gerade 9:40 Uhr und so langsam kommt Nervosität auf. Die letzten zwei Stunden habe ich damit verbracht mich fertig zu machen, den Blog nachzuschreiben, mir ein Joghurt einzuverleiben (schwer, wenn man rein gar keinen Hunger oder Appetit hat) und den Nachbarn gelauscht. Man glaubt es kaum, aber hier ist es sogar mir, einer Gehörlosen, zu laut. Mein Bett vibriert vom Lärm und ständig denke ich, dass ein Gast der camera grande anreist.

So ;-) Es ist bereits Montag Abend.

Ich stand heute früh natürlich an der falschen Tür.... Da ich mich sowohl gestern als auch heute beim diensthabenden Pförtner melden sollte, ging ich heute dort hin, wo er gestern aus dem Institut kam. Ich klingelte und klingelte und keiner machte auf. Um 9:59 sprach ich eine Frau an, die zufällig grad mit ihrer Tessera (Chipkarte) durch die Tür ging und zum Glück erklärte sie mir, dass ich zum nächsten Eingang muss:

Sieht ja gleich viel edler aus als ein Holzbrett mit Klingeln nebendran ;-)

Natürlich kannte der Pförtner keine Frau K. und hatte von der neuen Bibliotheksmitarbeiterin schon so viel gehört wie von Englisch. Blahblah, wieso auch nicht kompliziert?

 

Frau K. erwies sich dann als genauso nett, wie sie am Telefon wirkte. Wir quatschten ein bisschen und danach zeigte sie mir die Bibliothek und alle fünf Gebäude. 

Wahnsinn.

Geht man durch eine Tür, landet man in einem Raum, von dem aus wieder drei exakt gleich aussehende Türen wegführen. Jedes Treppenhaus (maximal 50cm breit!) sieht gleich aus und führt natürlich ganz wo anders hin. 

Weil man mit der einen Treppe in den ersten Stock kommt, muss man mit der gleichen nicht auch in den zweiten kommen. Dafür kommt man mit einer anderen in den zweiten, die dafür keine Tür zum ersten hat... ;-)

 

Ich lernte zig leere Schreibtische kennen und soooo viele italienische Mitarbeiter. Natürlich können alle auch weder Englisch noch Deutsch... Aber, hey, so gibts Übung ;-)

Im Keller zeigte sie mir eine Baustelle. Erst dachte ich mir "wuhey, hab ich noch nie gesehen", aber dann stellte sich heraus, dass dieses Gebäude auf historischem Grund steht (welches Haus in Rom tut das nicht?) und sie beim Umbau hier total tolle römische Einrichtungen gefunden haben, einige tausend Jahre alt... Äh ja. Live war das dann wirklich beeindruckend. Momentan wird das alles stabilisiert und dann so nach und nach "ausgegraben". 

 

Den restlichen Arbeitstag verbrachte ich mit Dublettenkontrolle.

Das Partnerinstitut in Florenz hat 851 Medien ausfindig gemacht, die sie aussondern könnten und hat sie der Bib-Hertz angeboten. Ich muss nun also 1702 Suchanfragen starten, ob die Medien in Rom schon im Bestand stehen und das dann in der Liste vermerken. 

Erst wollte die Bibliotheksleiterin mir alles klitzklein erklären, doch dann fiel  ihr ein, dass ich ja kurz vor der Abschlussprüfung stehe (Ende April!) und lies mich ein paar Beispiele selbst machen. Sie war vollends begeistert über meine Recherchetechnik (ja, sorry, der Schnitt von 1,09 muss ja woher kommen ;-) *angeb* sorry :D) und erzählte mir stattdessen wie das hier so mit Supermercati und Bäcker aussieht.

 

Nach Feierabend suchte ich den Paniniverkäufer um den Ecke (leider schon zu) und ging anschließend zum Supermercato neben der Deutschen Bank ;-) Wie Tengelmann: klein, kaum Auswahl und das meiste überdurchschnittlich teuer, aber zum Überleben reichts. 

Da es hier Pane Ciriole S. Forno und mageren gekochten Schinken und richtige Cola (die Billigcola hier schmeckt echt scheiße!) gibt, werd ich wohl hin und wieder mal hin, aber für die richtigen Einkäufe werd ich nach Termini fahren.

 http://my.myblog.de/sechzehngradinrom/img/20150223_183145.jpg

 

 

Der Besuch beim Trevi-Brunnen war völlig umsonst, weshalb es davon auch keine Fotos gibt. Das ist grad eine rießige Baustelle, durch die ein schmaler Steg führt, über den Besucher sich den "Brunnen" von Nahem ansehen können. "Brunnen" in Anführungszeichen, weil sowieso alles mit der Bauplane bedeckt ist und man nichts sieht.

Gelato für 2,50€ pro Kugel ist hier übrigens total normal. Meine Chefin kommentierte das damit, dass München ja auch nicht so billig sei..... In München zahl ich für eine Kugel Eis 1,10€ und wenn ich essen gehe, zahle ich für eine kleine Margherita oder ein Portiönchen Nudeln nicht 10,00€ im Billigrestaurant...

23.2.15 19:35, kommentieren

Sonntag, 22.02.2015 Seconda Parte

So. Ich kam also in der Foresteria an und war erstmal geschockt. Dass die Häuser in Italien einen anderen Standard haben als wir in Deutschland, wusste ich vorher. Daher wollte ich ja eigetlich auch nicht nach Rom. Dass der Schock aber SO groß wird, hatte ich nicht erwartet.

Die Foresteria besteht aus einer camera piccola (kleines Zimmer) mit eigenem Bad, einer camera grande (großes Zimmer) mit eigenem Bad, einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer (rießiger Raum, antik eingerichtet mit Kamin etc. - versetzt einen gleich mal 3-4 Jahrhunderte zurück) und einer gemeinsamen cucina (Küche). Die camera piccola sollte meine sein. Die camera grande ist nicht vermietet.
Ich könnte mich jetzt seitenweise über die Zustände auslassen (für das, was ich gewohnt bin, dreckig, Fenster sind im Grunde nur ein paar zerfallene Bretter, die Wand ist schön flauschig schimmlig etc.), aber das ändert auch nichts. So lebt man hier in Italien nunmal; jedes Haus ist so.

Da ich unendlich Durst hatte und es außerdem keine Seife gab, fragte ich den Pförtner nach einem Supermercato. Er erklärte mir, dass ich die Straße nach rechts runter müsste, nach er Chiesa nach links abbiegen müsste und dann sei einer auf der rechten Seite. Gesagt, getan. Die Chiesa war an einem etwas anderen Ort, als er erklärte, aber Supermercato gabs im ganzen Umfeld keinen. Ich sprach jemanden an - Zufall, deutsche Urlauber -, die auch antworteten, dass es hier nichts gibt.
Es gibt kleine Miniläden, vergleichbar mit "Spätis". 0,5l Cola ist dort enorm günstig, wenn sie nur 2,50€ kostet ;-) fällt also flach.

Ich war schon am Verzweifeln. Mit zwei Wochen McDonalds - Supersize Me 2.0 - hab ich ja schon gerechnet, aber dass nichtmal ein Supermercato in der Nähe war, fand ich schlimm. Mike und Felix googledeten für mich nach Supermercati im Aldi-Lidl-Rewe-Stil und gaben mir die Öffnungszeiten durch, was ich mir im McDonalds (wenige Meter von der Foresteria entfernt) bei einem Hamburger und einer großen Cola mit Eiswürfel (*mhmmmm!*) durchlas. Die Entscheidung fiel auf Termini (zur Erinnerung: Hauptbahnhof), weil der nur drei Stationen mit der Metro entfernt lag und ich den Weg ja nun schon kannte.

Merke: Italienische Lagepläne haben definitiv nicht verzeichnet, wo man sich selbst gerade befindet.

Ich deckte mich mit Wasser, Cola, Joghurt, Bananen und Frollini ein und stapfte wieder nach Hause.



Feststellung: Solche Mädchen ;-) es hatte bestimmt 15°C, ich lief im T-Shirt rum und mir war warm. Alle anderen waren aber im Michelin-Männchen-Style, ihren dicksten Winterjacken, unterwegs. Warum? Hitzschlag?!

Ernüchterung des Tages: hier spricht niemand Englisch oder gar Deutsch; weder bei den öffentlichen Verkehrsmitteln noch in Läden. Entweder man kratzt seine letzten drei italienischen Brocken zusammen oder man hat ein Problem.
Lieber erklären die Italiener einem einen Sachverhalt fünfmal ganz langsam und deutlich mit Händen und Füßen auf italienisch und lassen dabei alle anderen warten, als dass sie es schnell auf englisch sagen.

Ich duschte (war ich hinterher wirklich sauberer als vorher?...), packte den Koffer aus (warum genau hab ich so viele Pullis dabei?) und verzog mich zum täglichen Bloggen ins Bett.


Sorry für fehlende Buchstaben (mein Netbook frisst sie gerne), schlechte Grammatik oder gar Rechtschreibfehler. Täglich Tagebuch zu führen und vor allem die ganzen Bilder anzugucken und ggf. einzufügen ist ziemlich zeitraubend. Ich werde daher nur meine Gedanken aufschreiben und abschicken, nicht noch 20x Korrektur lesen.
Bilder gibt es gesammelt hier:
https://drive.google.com/folderview?id=0B_fof26zZ1BeMGZnVmp1ZW5NZTg&usp=sharing

23.2.15 19:06, kommentieren

Sonntag, 22.02.2015

Da mein letzter Flug schon 11 Jahre her ist und schon leichte Panik schob, dass ich auch alles pünktlich finde, bot mein Patenonkel Thomas an, mich am Sonntag zum Flughafen zu bringen. Er fliegt oft von München nach Italien, also kennt er sich auch gut aus. "Thomas ist dabei, der macht das dauernd" ist übrigens ein sehr beruhigendes Mantra ;-)

Abgemacht war, dass er mich um 9:30 Uhr abholt. Ich rechnete schon fast damit, dass er ab 9:00 Uhr vor meiner Tür stand. Damit, dass um kurz nach 8 meine Patentante anrief und ankündigte, dass in einer dreiviertel Stunde die ganze Familie bei mir ist, hab ich aber trotzdem nicht geplant. Also in Lichtgeschwindigkeit alles zusammen packen, die restlichen Sachen in den Koffer stopfen und kaum dass ich fertig war, waren sie schon da.

Profi-Tipp: ERST den Kühlschrank nach verderblichen Lebensmitteln durchsuchen und DANACH den Müll raus bringen. Nicht anders rum *grummel*

Beim Flughafen angekommen checkte mehr oder weniger Thomas für mich ein, dann gab ich meinen Koffer ab ("Einen guten Flug wünsche ich Ihnen und viel Spaß in Rom" - "Wie, das wars schon?" - "Ja, außer Sie haben noch mehr Gepäck" ) und zusammen gingen wir frühstücken. Sie brachten mich zum Sicherheitsbereich und obwohl ich ab da alleine unterwegs war, verlief alles gut. Die Fummelkontrolle kannte das Implantat und fragte sogar, wie zufrieden ich damit sei (oder fragte sie 'ob'? Ich habs nicht ganz verstanden ;-) ), die Frau am Gate konnte gebärden, der Busfahrer war gut gelaunt und die Flugbegleiterinnen wiederholten mir wichtige Durchsagen nochmal "face-to-face" und sprachen wirklich super verständlich mit mir.

Im Flugzeug freute ich mich schon, dass hier oben die Sonne scheint, aber - haha - wie soll das über den Wolken auch anders sein? :-P

image

Es gab ein Sandwich (natürlich nur Käse oder Pute, was ich ja beides nicht esse. Hab dann aber ganz brav eines gegessen, auf dem gefühlte 12 Scheiben Putensalami UND eine Scheibe Käse lagen! :D), was zu trinken und dann haben uns Kapitän (heißt der nicht Pilot?) Thomas ;-) und der First Officer Martin ;-) auf römischem Boden direkt am Mittelmeer abgesetzt.

 

BOAH. Einfach nur BOAH. Dafür gibts keine Worte.

Wir sind noch einen Kreis über dem Meer geflogen, weil wir mit der Nase nach Norden landen mussten. Zum Glück hatte ich einen Fensterplatz auf der linken Seite und hatte so beste Sicht: Unter uns ein kleines Dorf und die Landebahn, direkt links daneben das Mittelmeer.
A-T-E-M-B-E-R-A-U-B-E-N-D.

 

Ein Blick zu den Bildern: https://drive.google.com/folderview?id=0B_fof26zZ1BeMGZnVmp1ZW5NZTg&usp=sharing lohnt sich.

 

Man sagt ja, der Münchener Flughafen sei gut ausgeschildert. Dagegen ist Rom Fiumicino quasi idiotensicher. Kurze Wanderung zum Leonardo-Express, neues Ticket-System kennen gelernt, vom Schaffner grob festgehalten worden und durch die Vororte nach Termini (=Hauptbahnhof in der City) gefahren.

 

Der italienische Wahnsinn kann beginnen ;-)

 

Frau R. vom Institut gab mir die Telefonnummer des Pförtners. Ich sollte ihn wenn ich da bin anrufen und dann in der Via Gregoriana 28 die Schlüssel abholen. Via Gregoriana war nicht schwer zu finden, man ist ja des Lesens und hin und wieder auch Denkens mächtig.  23... 24... 25... ... Straße zu Ende! 26+ gab es nicht! An keinem der Häuser gab  es ein Schild "Bibliotheca Hertziana" oder "Max-Planck-Institut".

Ich rief also den Pförtner an. Ich stellte mich vor und fragte ihn, ob er deutsch verstünde. Mindestens Zweisprachigkeit (Deutsch und Italienisch fließend) ist immerhin Einstellungsvoraussetzung. Nein, er verstand offensichtlich kein Deutsch. Ich probierte es auf Englisch. Doch nein, er verstand offensichtlich auch kein Englisch. Also packte ich meine drei Brocken Italienisch zusammen und sagte ihm, dass ich vor der Via Gregoriana 25 stehe und es keine 26 oder 28 gibt. Als nächstes kommt der Laden xy und ein Taxi-Stand, dann die Spanische Treppe. Er antwortete mir immer nur "Si, si, 28", aber rallte nicht, dass ich die 28 eben nicht fand. Nach mehrmaligem Hin-und-Her kam er dann auf die Idee, mich von der Staße abzuholen. Danke!

Oh Wunder, natürlich wird die Bibliotheca zur Zeit umgebaut und darum hängt kein Hausnummernschild an der Tür. Nach Lage braucht man Italien sowieso nicht gehen, also konnte ich sie gar nicht finden... Nunja.

Wir trafen uns also, ich stellte mich (auf Italienisch natürlich) erneut vor und wollte ihm sagen, dass ich die Praktikantin bin und Frau R. ihm einen Schlüssel zur Foresteria für mich hinterlegt hat, aber natürlich fielen mir genau in dem Moment die Worte nicht ein. Totaler Blackout. Mit ein paar Fetzen "R." und "Foresteria" und "le chiave [=die Schlüssel]" verstand er schließlich doch, was ich wollte, holte die Schlüssel und brachte mich "nach Hause".

 

Über das gefühlsmäßige Auf und Ab und den unfreiwillig actionhaltigen Verlauf des Abends berichte ich im nächsten Post.

 

Bilder hier: https://drive.google.com/folderview?id=0B_fof26zZ1BeMGZnVmp1ZW5NZTg&usp=sharing

22.2.15 22:24, kommentieren

Sonntag, 21.02.2015

So, nun ist es bald so weit, aber natürlich nicht ohne eine Portion Action vorher ;-)

 

Eigentlich sollte ich für ein bestimmtes Digitalisierungsprojekt in die Bibliotheca Hertziana, unserem Partnerinstitut für italienische Kunstgeschichte in Rom.

Obwohl dieses Projekt leider abgesagt wurde, darf ich trotzdem fliegen und ein Praktikum absolvieren wie es auch Schüler zur Berufsfindung machen, nur, dass ich mich so kurz vor der Abschlussprüfung hoffentlich schon gut auskenne ;-)

 

Am Dienstag habe ich noch kurz mit Rom "telefoniert", hatte zwei Tage Urlaub, komme am Freitag in die Arbeit und stelle fest: 3 Stunden nach dem Telefonat bekam ich die E-Mail, dass mein römischer Chef überraschend verstorben ist. Oh shit! Für eine Praktikantin hat die Leitung jetzt bestimmt keine Zeit mehr...

Die Bibliotheca stand natürlich Kopf, tut es vermutlich immernoch. Da mein (deutscher) Chef sich aber an sein Wort ("Ausbildung verkürzen oder Ausland" - "Okok, ich lasse Sie nach Rom, die haben eine Projektstelle frei" ) hält, organisierte er mein Praktikum so um, dass ich trotzdem fliegen darf.

 

Da mein Koffer von der ganzen Reiserei schon leicht lädiert ist, kaufte ich mir vor einigen Wochen einen neuen, der gerade um 2cm noch in den Maximalmaßen der Lufthansa liegt. Er ist auch voll - 22,4 von erlaubten 23kg! 

 

Habe ich auch wirklich genügend T-Shirts dabei? Rentieren sich Badesachen für einen Abstecher ins Mittelmeer? In Rom hat es schließlich angenehme 16°C :-P

 

Meldung von 20.02.2015 aus der Süddeutschen:

www.sueddeutsche.de/reise/barcaccia-brunnen-in-rom-maltraetierte-sehenswuerdigkeit-1.2359754

Das Institut liegt direkt an der Spanischen Treppe - ebenso wie meine Foresteria. Der Arbeitsweg von nichtmal 50m ist natürlich sehr verlockend ;-) Aber hoffentlich ist dieser Müll da wieder weg, bis ich ankomm! Lufthansa-Maximalmaße sind schließlich nicht sehr dafür geeignet, über Müllberge getragen zu werden.

21.2.15 20:29, kommentieren