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Sonntag, 22.02.2015

Da mein letzter Flug schon 11 Jahre her ist und schon leichte Panik schob, dass ich auch alles pünktlich finde, bot mein Patenonkel Thomas an, mich am Sonntag zum Flughafen zu bringen. Er fliegt oft von München nach Italien, also kennt er sich auch gut aus. "Thomas ist dabei, der macht das dauernd" ist übrigens ein sehr beruhigendes Mantra ;-)

Abgemacht war, dass er mich um 9:30 Uhr abholt. Ich rechnete schon fast damit, dass er ab 9:00 Uhr vor meiner Tür stand. Damit, dass um kurz nach 8 meine Patentante anrief und ankündigte, dass in einer dreiviertel Stunde die ganze Familie bei mir ist, hab ich aber trotzdem nicht geplant. Also in Lichtgeschwindigkeit alles zusammen packen, die restlichen Sachen in den Koffer stopfen und kaum dass ich fertig war, waren sie schon da.

Profi-Tipp: ERST den Kühlschrank nach verderblichen Lebensmitteln durchsuchen und DANACH den Müll raus bringen. Nicht anders rum *grummel*

Beim Flughafen angekommen checkte mehr oder weniger Thomas für mich ein, dann gab ich meinen Koffer ab ("Einen guten Flug wünsche ich Ihnen und viel Spaß in Rom" - "Wie, das wars schon?" - "Ja, außer Sie haben noch mehr Gepäck" ) und zusammen gingen wir frühstücken. Sie brachten mich zum Sicherheitsbereich und obwohl ich ab da alleine unterwegs war, verlief alles gut. Die Fummelkontrolle kannte das Implantat und fragte sogar, wie zufrieden ich damit sei (oder fragte sie 'ob'? Ich habs nicht ganz verstanden ;-) ), die Frau am Gate konnte gebärden, der Busfahrer war gut gelaunt und die Flugbegleiterinnen wiederholten mir wichtige Durchsagen nochmal "face-to-face" und sprachen wirklich super verständlich mit mir.

Im Flugzeug freute ich mich schon, dass hier oben die Sonne scheint, aber - haha - wie soll das über den Wolken auch anders sein? :-P

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Es gab ein Sandwich (natürlich nur Käse oder Pute, was ich ja beides nicht esse. Hab dann aber ganz brav eines gegessen, auf dem gefühlte 12 Scheiben Putensalami UND eine Scheibe Käse lagen! :D), was zu trinken und dann haben uns Kapitän (heißt der nicht Pilot?) Thomas ;-) und der First Officer Martin ;-) auf römischem Boden direkt am Mittelmeer abgesetzt.

 

BOAH. Einfach nur BOAH. Dafür gibts keine Worte.

Wir sind noch einen Kreis über dem Meer geflogen, weil wir mit der Nase nach Norden landen mussten. Zum Glück hatte ich einen Fensterplatz auf der linken Seite und hatte so beste Sicht: Unter uns ein kleines Dorf und die Landebahn, direkt links daneben das Mittelmeer.
A-T-E-M-B-E-R-A-U-B-E-N-D.

 

Ein Blick zu den Bildern: https://drive.google.com/folderview?id=0B_fof26zZ1BeMGZnVmp1ZW5NZTg&usp=sharing lohnt sich.

 

Man sagt ja, der Münchener Flughafen sei gut ausgeschildert. Dagegen ist Rom Fiumicino quasi idiotensicher. Kurze Wanderung zum Leonardo-Express, neues Ticket-System kennen gelernt, vom Schaffner grob festgehalten worden und durch die Vororte nach Termini (=Hauptbahnhof in der City) gefahren.

 

Der italienische Wahnsinn kann beginnen ;-)

 

Frau R. vom Institut gab mir die Telefonnummer des Pförtners. Ich sollte ihn wenn ich da bin anrufen und dann in der Via Gregoriana 28 die Schlüssel abholen. Via Gregoriana war nicht schwer zu finden, man ist ja des Lesens und hin und wieder auch Denkens mächtig.  23... 24... 25... ... Straße zu Ende! 26+ gab es nicht! An keinem der Häuser gab  es ein Schild "Bibliotheca Hertziana" oder "Max-Planck-Institut".

Ich rief also den Pförtner an. Ich stellte mich vor und fragte ihn, ob er deutsch verstünde. Mindestens Zweisprachigkeit (Deutsch und Italienisch fließend) ist immerhin Einstellungsvoraussetzung. Nein, er verstand offensichtlich kein Deutsch. Ich probierte es auf Englisch. Doch nein, er verstand offensichtlich auch kein Englisch. Also packte ich meine drei Brocken Italienisch zusammen und sagte ihm, dass ich vor der Via Gregoriana 25 stehe und es keine 26 oder 28 gibt. Als nächstes kommt der Laden xy und ein Taxi-Stand, dann die Spanische Treppe. Er antwortete mir immer nur "Si, si, 28", aber rallte nicht, dass ich die 28 eben nicht fand. Nach mehrmaligem Hin-und-Her kam er dann auf die Idee, mich von der Staße abzuholen. Danke!

Oh Wunder, natürlich wird die Bibliotheca zur Zeit umgebaut und darum hängt kein Hausnummernschild an der Tür. Nach Lage braucht man Italien sowieso nicht gehen, also konnte ich sie gar nicht finden... Nunja.

Wir trafen uns also, ich stellte mich (auf Italienisch natürlich) erneut vor und wollte ihm sagen, dass ich die Praktikantin bin und Frau R. ihm einen Schlüssel zur Foresteria für mich hinterlegt hat, aber natürlich fielen mir genau in dem Moment die Worte nicht ein. Totaler Blackout. Mit ein paar Fetzen "R." und "Foresteria" und "le chiave [=die Schlüssel]" verstand er schließlich doch, was ich wollte, holte die Schlüssel und brachte mich "nach Hause".

 

Über das gefühlsmäßige Auf und Ab und den unfreiwillig actionhaltigen Verlauf des Abends berichte ich im nächsten Post.

 

Bilder hier: https://drive.google.com/folderview?id=0B_fof26zZ1BeMGZnVmp1ZW5NZTg&usp=sharing

22.2.15 22:24

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