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Sonntag, 22.02.2015 Seconda Parte

So. Ich kam also in der Foresteria an und war erstmal geschockt. Dass die Häuser in Italien einen anderen Standard haben als wir in Deutschland, wusste ich vorher. Daher wollte ich ja eigetlich auch nicht nach Rom. Dass der Schock aber SO groß wird, hatte ich nicht erwartet.

Die Foresteria besteht aus einer camera piccola (kleines Zimmer) mit eigenem Bad, einer camera grande (großes Zimmer) mit eigenem Bad, einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer (rießiger Raum, antik eingerichtet mit Kamin etc. - versetzt einen gleich mal 3-4 Jahrhunderte zurück) und einer gemeinsamen cucina (Küche). Die camera piccola sollte meine sein. Die camera grande ist nicht vermietet.
Ich könnte mich jetzt seitenweise über die Zustände auslassen (für das, was ich gewohnt bin, dreckig, Fenster sind im Grunde nur ein paar zerfallene Bretter, die Wand ist schön flauschig schimmlig etc.), aber das ändert auch nichts. So lebt man hier in Italien nunmal; jedes Haus ist so.

Da ich unendlich Durst hatte und es außerdem keine Seife gab, fragte ich den Pförtner nach einem Supermercato. Er erklärte mir, dass ich die Straße nach rechts runter müsste, nach er Chiesa nach links abbiegen müsste und dann sei einer auf der rechten Seite. Gesagt, getan. Die Chiesa war an einem etwas anderen Ort, als er erklärte, aber Supermercato gabs im ganzen Umfeld keinen. Ich sprach jemanden an - Zufall, deutsche Urlauber -, die auch antworteten, dass es hier nichts gibt.
Es gibt kleine Miniläden, vergleichbar mit "Spätis". 0,5l Cola ist dort enorm günstig, wenn sie nur 2,50€ kostet ;-) fällt also flach.

Ich war schon am Verzweifeln. Mit zwei Wochen McDonalds - Supersize Me 2.0 - hab ich ja schon gerechnet, aber dass nichtmal ein Supermercato in der Nähe war, fand ich schlimm. Mike und Felix googledeten für mich nach Supermercati im Aldi-Lidl-Rewe-Stil und gaben mir die Öffnungszeiten durch, was ich mir im McDonalds (wenige Meter von der Foresteria entfernt) bei einem Hamburger und einer großen Cola mit Eiswürfel (*mhmmmm!*) durchlas. Die Entscheidung fiel auf Termini (zur Erinnerung: Hauptbahnhof), weil der nur drei Stationen mit der Metro entfernt lag und ich den Weg ja nun schon kannte.

Merke: Italienische Lagepläne haben definitiv nicht verzeichnet, wo man sich selbst gerade befindet.

Ich deckte mich mit Wasser, Cola, Joghurt, Bananen und Frollini ein und stapfte wieder nach Hause.



Feststellung: Solche Mädchen ;-) es hatte bestimmt 15°C, ich lief im T-Shirt rum und mir war warm. Alle anderen waren aber im Michelin-Männchen-Style, ihren dicksten Winterjacken, unterwegs. Warum? Hitzschlag?!

Ernüchterung des Tages: hier spricht niemand Englisch oder gar Deutsch; weder bei den öffentlichen Verkehrsmitteln noch in Läden. Entweder man kratzt seine letzten drei italienischen Brocken zusammen oder man hat ein Problem.
Lieber erklären die Italiener einem einen Sachverhalt fünfmal ganz langsam und deutlich mit Händen und Füßen auf italienisch und lassen dabei alle anderen warten, als dass sie es schnell auf englisch sagen.

Ich duschte (war ich hinterher wirklich sauberer als vorher?...), packte den Koffer aus (warum genau hab ich so viele Pullis dabei?) und verzog mich zum täglichen Bloggen ins Bett.


Sorry für fehlende Buchstaben (mein Netbook frisst sie gerne), schlechte Grammatik oder gar Rechtschreibfehler. Täglich Tagebuch zu führen und vor allem die ganzen Bilder anzugucken und ggf. einzufügen ist ziemlich zeitraubend. Ich werde daher nur meine Gedanken aufschreiben und abschicken, nicht noch 20x Korrektur lesen.
Bilder gibt es gesammelt hier:
https://drive.google.com/folderview?id=0B_fof26zZ1BeMGZnVmp1ZW5NZTg&usp=sharing

23.2.15 19:06

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