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Montag, 23.02.2015

Da ich am Vortag so früh ins Bett bin, war ich um 7:45 Uhr schon ausgeschlafen. Wuhey, hätte ich doch noch zwei Stunden schlafen können. Ich musste erst um 10:00 Uhr in der Arbeit sein, welche ja nur auf der anderen Straßenseite liegt.
Es ist gerade 9:40 Uhr und so langsam kommt Nervosität auf. Die letzten zwei Stunden habe ich damit verbracht mich fertig zu machen, den Blog nachzuschreiben, mir ein Joghurt einzuverleiben (schwer, wenn man rein gar keinen Hunger oder Appetit hat) und den Nachbarn gelauscht. Man glaubt es kaum, aber hier ist es sogar mir, einer Gehörlosen, zu laut. Mein Bett vibriert vom Lärm und ständig denke ich, dass ein Gast der camera grande anreist.

So ;-) Es ist bereits Montag Abend.

Ich stand heute früh natürlich an der falschen Tür.... Da ich mich sowohl gestern als auch heute beim diensthabenden Pförtner melden sollte, ging ich heute dort hin, wo er gestern aus dem Institut kam. Ich klingelte und klingelte und keiner machte auf. Um 9:59 sprach ich eine Frau an, die zufällig grad mit ihrer Tessera (Chipkarte) durch die Tür ging und zum Glück erklärte sie mir, dass ich zum nächsten Eingang muss:

Sieht ja gleich viel edler aus als ein Holzbrett mit Klingeln nebendran ;-)

Natürlich kannte der Pförtner keine Frau K. und hatte von der neuen Bibliotheksmitarbeiterin schon so viel gehört wie von Englisch. Blahblah, wieso auch nicht kompliziert?

 

Frau K. erwies sich dann als genauso nett, wie sie am Telefon wirkte. Wir quatschten ein bisschen und danach zeigte sie mir die Bibliothek und alle fünf Gebäude. 

Wahnsinn.

Geht man durch eine Tür, landet man in einem Raum, von dem aus wieder drei exakt gleich aussehende Türen wegführen. Jedes Treppenhaus (maximal 50cm breit!) sieht gleich aus und führt natürlich ganz wo anders hin. 

Weil man mit der einen Treppe in den ersten Stock kommt, muss man mit der gleichen nicht auch in den zweiten kommen. Dafür kommt man mit einer anderen in den zweiten, die dafür keine Tür zum ersten hat... ;-)

 

Ich lernte zig leere Schreibtische kennen und soooo viele italienische Mitarbeiter. Natürlich können alle auch weder Englisch noch Deutsch... Aber, hey, so gibts Übung ;-)

Im Keller zeigte sie mir eine Baustelle. Erst dachte ich mir "wuhey, hab ich noch nie gesehen", aber dann stellte sich heraus, dass dieses Gebäude auf historischem Grund steht (welches Haus in Rom tut das nicht?) und sie beim Umbau hier total tolle römische Einrichtungen gefunden haben, einige tausend Jahre alt... Äh ja. Live war das dann wirklich beeindruckend. Momentan wird das alles stabilisiert und dann so nach und nach "ausgegraben". 

 

Den restlichen Arbeitstag verbrachte ich mit Dublettenkontrolle.

Das Partnerinstitut in Florenz hat 851 Medien ausfindig gemacht, die sie aussondern könnten und hat sie der Bib-Hertz angeboten. Ich muss nun also 1702 Suchanfragen starten, ob die Medien in Rom schon im Bestand stehen und das dann in der Liste vermerken. 

Erst wollte die Bibliotheksleiterin mir alles klitzklein erklären, doch dann fiel  ihr ein, dass ich ja kurz vor der Abschlussprüfung stehe (Ende April!) und lies mich ein paar Beispiele selbst machen. Sie war vollends begeistert über meine Recherchetechnik (ja, sorry, der Schnitt von 1,09 muss ja woher kommen ;-) *angeb* sorry :D) und erzählte mir stattdessen wie das hier so mit Supermercati und Bäcker aussieht.

 

Nach Feierabend suchte ich den Paniniverkäufer um den Ecke (leider schon zu) und ging anschließend zum Supermercato neben der Deutschen Bank ;-) Wie Tengelmann: klein, kaum Auswahl und das meiste überdurchschnittlich teuer, aber zum Überleben reichts. 

Da es hier Pane Ciriole S. Forno und mageren gekochten Schinken und richtige Cola (die Billigcola hier schmeckt echt scheiße!) gibt, werd ich wohl hin und wieder mal hin, aber für die richtigen Einkäufe werd ich nach Termini fahren.

 http://my.myblog.de/sechzehngradinrom/img/20150223_183145.jpg

 

 

Der Besuch beim Trevi-Brunnen war völlig umsonst, weshalb es davon auch keine Fotos gibt. Das ist grad eine rießige Baustelle, durch die ein schmaler Steg führt, über den Besucher sich den "Brunnen" von Nahem ansehen können. "Brunnen" in Anführungszeichen, weil sowieso alles mit der Bauplane bedeckt ist und man nichts sieht.

Gelato für 2,50€ pro Kugel ist hier übrigens total normal. Meine Chefin kommentierte das damit, dass München ja auch nicht so billig sei..... In München zahl ich für eine Kugel Eis 1,10€ und wenn ich essen gehe, zahle ich für eine kleine Margherita oder ein Portiönchen Nudeln nicht 10,00€ im Billigrestaurant...

23.2.15 19:35

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