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Mittwoch, 25.02.2015

Ob ich es je schaffe, das Datum der Blogeinträge auf Anhieb richtig zu schreiben? Der Tag ist kein Problem, aus Februar wird meist März und generell scheine ich der Zeit 1080 Jahre voraus zu sein.

 

Inzwischen bin ich bei Nummer 986 von 1702 zu prüfenden Medien. Es ist 8:55 Uhr und natürlich ist außer der Reinigungsfrau noch niemand im Institut. [Ergänzung von 9:25 Uhr: eben ist die erste Kollegin aufgekreuzt und war überrascht, dass schon jemand hier ist.. Um 10:30 Uhr waren wir dann mal alle.]

Ich habe meiner Münchner Chefin eine E-Mail geschrieben und sie hat quasi sofort geantwortet. Auch wenn sie es nicht zugeben mag und sie bis jetzt so tat, als sei ihr das alles egal (Ausland ist ja auch ein schwieriges Thema bei ihr),  fängt sie jetzt doch an, Fragen zu stellen und sich zu interessieren. Das freut mich sehr.

Es heult mal wieder irgendein Alarm, aber das ist hier ständig so. Ich habe ja kein Richtungshören und so kann ich nichtmal sagen, woher der Lärm kommt. Ich setze einfach mal voraus, dass es nicht brennt und es nur Alarmanlagen sind, da ich keine Lust habe, alle zwei, drei oder mal vier Stunden durch die Gegend zu laufen und den Weg zu suchen, wo das Getröte lauter wird.

 

Heute gab es das erste italienische Mittagessen: ein Panino con Prosciutto :D  Das ist so viel, dass ich die Hälfte wieder mit in die Arbeit genommen habe und dafür von den Kollegen ausgelacht wurde :-P

 

Um 14:33 Uhr hat Alessandro mir einen buona sera gewünscht. Also kaum ist um 14:00 Uhr der Tag vorbei, beginnt der Abend. Interessant... 

 

Die stellv. Bibliotheksleitung Frau K. meinte ja mal, dass sie es mit der 40h-Woche bei Praktikanten nicht so streng nehmen und ich so 6-7 Stunden am Tag arbeiten soll. 

Am ersten Tag musste ich ja erst um 10:00 Uhr dort sein und kam so auf 6,5h, am zweiten Tag arbeitete ich 7h und 20min und da ich heute Nachmittag mit der Liste fertig wurde, machte ich nach 6h 50min Feierabend. Meine Kollegin kommentierte es mit "Sie hätten schon längst gehen sollen. Was machen Sie denn noch so?". Naja, was mache ich denn? Okay, zum Colosseo wollte ich. Aber ansonsten bin ich momentan froh, wenn ich nicht viel vom Tag mitbekomme.

Die Putzfrau war heute früh bei mir. Das Bad ist jetzt immerhin sauberer als bei meiner Ankunft. Sie hat auch das (saubere?) Geschirr meines Vormieters aufgeräumt, welches ich stehen gelassen habe, weil das sowieso alles eklig ist. Auf manchen Tellern sind so dicke Fettschichten, dass man Bildchen malen kann.. Und sie hat den Schimmel an den flauschigsten Stellen (ging ja bis 1,5cm teilweise) abgekratzt (Insider nennen es auch den Schimmel striegeln :-P ). Jetzt sehe ich ihn zwar nicht mehr überall (weiß auf weiß sieht man kaum und die schwarzen Flecken sind eher am Boden - noch tiefer als ich klein bin), aber ich WEIß ja noch, dass er da ist...

Eklig. Einfach nur eklig.

Das ist der Grund, warum ich mit Licht schlafe (der Schimmel könnte mich ja im Dunkeln überfallen ;-) ) und das, was ich jeden Morgen als erstes sehe. 

Da ich nun aber an Rom genau zwei positive Dinge finde ( 1) das Lufthansa-Terminal von Fiumicino und 2) das Colosseo), stürze ich mich zur Zeit auf die Arbeit. 

Dass ich länger als 6 Stunden arbeite, macht einen besseren Eindruck, lässt mir mehr Zeit im Internet ;-) und macht, dass ich weniger Zeit hab um den Schimmel, die dreckige Stadt oder die belämmerten Touris anglotzen zu müssen.

Und nun sagt man mir ernsthaft, dass ich bei nichtmal 7 Stunden Arbeit schon längst hätte gehen sollen?....

 

25.2.15 09:02

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