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Montag, 02.03.2015

Der Montag begann soo kalt. Obwohl es ca. 10°C warm war und ich in Deutschland quasi nie friere, fror ich. Es regnete und war einfach bäh.

Ich ging ins Institut, hielt ein kleines Pläuschchen mit der Putzfrau (die nur Italienisch kann) und widmete mich wieder dem E-Ress-Projekt, bis irgendwann die Bibliotheksleiterin bei meiner Zimmerkollegin anrief und sagte, ich soll alles stehen und liegen lassen und sofort zu ihr kommen.

Oh oh....

Aber soo weh tat es gar nicht ;-) 

Ich lernte eine andere Praktikantin kennen, die ab heute drei Monate in der Digitalisierung mitarbeiten wird und bekam mit ihr eine Einführung in Lupa. 

http://lupa.biblhertz.it/

'Digitalisierung' ist ein sehr weiter Begriff. Im Grunde ist einfaches Scannen schon Digitalisieren. Das mag für manche Zwecke ja ausreichen, nicht aber für wissenschaftliches Arbeiten. Bei Lupa werden Bücher gescannt, die Überschriften und Kapitel von Hand in einen digitalen Index eingegeben (eine Software, die Text erkennt und so durchsuchbar macht, funktioniert bei so alten Werken nicht) und dann mit Datensätzen (z.B. Personendaten, Daten von Bauwerken, von Orten und Plätzen etc), einer Landkarte und anderen Datenbanken verknüpft.

Man kann also z.B. auf der Landkarte nach einer Chiesa suchen und bekommt dann dazu den Datensatz des Bauwerks, eine Liste von Medien, in denen dieses Bauwerk in irgendeiner Art behandelt wird, evtl. Bilder dazu und eine Verlinkung zu anderen Datenbanken und Katalogen anderer Bibliotheken.

Die andere Praktikantin wird die nächsten drei Monate damit verbringen, diese Scans mit dem Originalwerk zu vergleichen, es zu indexieren und zu verknüpfen. 

Sie hat danach noch von Marella eine Erklärung bekommen, wie die PDFs dann angelegt und strukturiert werden, aber da habe ich nicht mehr dran teilgenommen, denn sie spricht so schnell und undeutlich, dass ich ihr Italienisch kein bisschen verstehe. Zuhause erstellen wir ja auch PDFs (von Inhaltsverzeichnissen und mit OCR-Software zur Unterstützung) und daher habe ich sowas ja schonmal gesehen.

 

Am Abend besichtigten Mike und ich das Kolosseum nochmal genauer von allen Seiten und gingen danach in einem Schicki-Micki-Edel-Restaurant essen.  Einmal eine italienische Spaghetti alla Bolognese ohne Löffel musste schließlich sein.

2.3.15 20:01

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