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Donnerstag, 05.03.2015

Nur noch zwei mal schlafen. Zwei mal aufwachen und zuerst den Schimmel sehen.

Es regnet in Strömen. Da Felix ja keinen Schirm hat, hab ich ihm gestern meinen gegeben. Folglich musste ich heute ohne Schirm über die Straße ins Institut. Als ich hier war, war ich aufgeweicht. Mein Frühstückspanino, das ich aus Appetitlosigkeit für später mitgenommen habe, kann ich wegschmeißen, weil es so nass wurde. Die Via Gregoriana ist der Weg von der Spitze eines Berges ins Tal und entsprechend fließt das Wasser förmlich nach unten.

So langsam komme ich hier an. Jeden Morgen treffe ich die Putzfrau und halte mit ihr einen kleinen Plausch und jeden Tag verstehe ich ein bisschen mehr und kann ihr mehr erzählen. Klar mache ich viele  Fehler, aber sie versteht mich trotzdem und hin und wieder korrigiert sie mich. 

Dann bin ich durchs Parlatorium in den Palazzo Stroganoff (anderes Gebäude) gegangen, wo mein Schreibtisch schreibtischt, und habe glatt die Kustoden beim Frühstückskaffee getroffen. Wieder mit ihnen ein bisschen geplaudert, wieder mehr verstanden, wieder mehr selbst sagen können, wieder etwas gelernt.

 

Es ist irgendwie schade, angefangene Sprachkenntnisse so verkümmern zu lassen. 

Englisch brauch ich dauernd. In der Arbeit Zuhause ist alles englisch.

Gebärdensprache ;-) kann man immer mal gebrauchen und wenn man gerade beim McDoof sitzt, den Mund voll hat und was sagen will, gell, Mike ;-)

Latein brauch ich auch dauernd. Ständig stoße ich auf Fremdwörter, die ich mir so erschließen kann. Diese ganzen Akademiker (Juristen) sind in der Regel sehr eloquent bauen in jedes Gespräch mindestens ein Wort ein, das bisher nicht in meinem aktiven Wortschatz vorhanden war und ich mir so erschließe. Das mag ich, denn ich werde gerne gefordert und lerne Neues.

Italienisch.. Ja.. Italienisch hatte ich drei oder vier Jahre in der Schule, dann fünf Jahre lang nichts mehr außer "Pizza" und "Pasta" gesagt, alles vergessen und nun wieder reaktiviert. Es ist erstaunlich, wie viel zwei Wochen Ausland mir trotz 1) meiner Lernresistenz und 2) deutscher Kollegen und fast nonstop deutschem Besuch gebracht haben.

Aber nun werde ich mein Italienisch wieder auf die Beschriftungen von Tiefkühlnahrung beschränken. 

Schade eigentlich. Extra gelernt und dann wars umsonst. Aber ich werde weder zurück nach Italien noch z.B. eine Brieffreundschaft nach Italien aufbauen.  Ich will es nicht schreiben, sondern wenn, dann reden.

Also dann wohl eher nicht. 

 

 

Gestern fand ich meine Arbeit so toll, dass ich um 17:05 Uhr nur wegen Felix Feierabend gemacht habe, aber alleine noch mindestens eine Stunde geblieben wäre. 

Heute dagegen finde ich keinen richtigen Anfang.  Ich habe schon drei verschiedene Tätigkeiten zur Auswahl (Bestellen, Recherchieren, CSS) und komme in keine so richtig rein.

Gedanklich bin ich schon Zuhause, aber was sein muss, muss sein. Bis heute Abend oder morgen dann *wink*

5.3.15 09:11

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